Trolley-Problem

    Das Trolley-Problem ist ein moralisches Gedankenexperiment, das sich vom amerikanisch-englischen Ausdruck für Straßenbahn ableitet: Angenommen, fünf Menschen können nur vor einem herannahenden Straßenbahn gerettet werden, indem sie einen sechsten von einer Brücke werfen, wodurch sein Körper eine Weiche umstellt, er dabei aber ums Leben kommt. Intuitiv würden die meisten Menschen den einen opfern zur Rettung der anderen fünf. Aber ist das auch ethisch?

    Das Problem geht auf das juristische Weichensteller-Problem von Engisch (1930) zurück: Ein Weichensteller soll, um einen drohenden Zusammenstoß zu verhindern, der aller Voraussicht nach sehr viele Menschenleben kosten wird, einen Zug so umleiten, dass zwar auch Menschenleben aufs Spiel gesetzt werden, aber sehr viel weniger, als wenn er den Dingen ihren Lauf ließe.

    Literatur

    Engisch, K. (1930). Untersuchungen über Vorsatz und Fahrlässigkeit im Strafrecht. Berlin: O. Liebermann.


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