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Cue Exposure


Cue Exposure – Reizexposition – ist eine spezielle Form der Expositionstherapie, wobei diese Methode anders als bei Angst- oder Zwangsstörungen hier nicht dem Abbau von Flucht- oder Vermeidungsverhaltensweisen dient, sondern auf gestörtes Annäherungs- und Konsumverhalten zielt, wie es bei süchtigem oder suchtartigem Verhalten zu beobachten ist. Ein Cue kann dabei als Signal oder Hinweisreiz betrachtet werden. Ausgangspunkt für die Entwicklung der Methode bildete die klassische Konfrontationstherapie, die seit vielen Jahren erfolgreich u. a. zur Behandlung von Angst- und Zwangsstörungen eingesetzt wird und der Reduktion von Angst dient und damit dem damit verbundenen Flucht- und Vermeidungsverhalten. Menschen werden dabei mit phobischen Stimuli konfrontiert, um die Angst zu provozieren und diese in der Folge systematisch abzubauen.

Betroffene werden dabei mit Stimuli und Situationen konfrontiert, die Suchtverlangen, also Craving, Suchtdruck oder Gier auslösen, also einen motivationalen Zustand auslösen, der Rückfälle begünstigt und zur Aufrechterhaltung von Suchtverhalten beiträgt. Durch Konfrontation mit Cues soll mit der Zeit das Suchtverlangen gelöscht und damit die Wahrscheinlichkeit für künftiges Suchtverhalten reduziert werden. Cue Exposure stellt eine sinnvolle Erweiterung bisheriger multimodaler Behandlungsprogramme dar.

Literatur

Drummond, D. C., Tiffany, S. T., Glautier, S. & Remington, B. (1995). Addictive behaviour: exposure theory and practice. Chichester: Wiley.
Lörch B. (2015). Cue Exposure (Reizexposition). In Linden M. & Hautzinger M. (Hrsg.), Verhaltenstherapiemanual. Psychotherapie: Praxis.Berlin: Springer.


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