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Baker/baker-paradox


Dieses psychologische Phänomen des Baker/baker-paradox – auch Baker/baker effect – bezieht sich auf die Eigenart des menschlichen Gedächtnisses, sich Anschauliches wie Geschichten oder Tätigkeiten leichter zu merken als abstrakte Bezeichnungen.

In einem Test wurden Probanden in zwei Gruppen aufgeteilt, eine Gruppe erhielt ein Bild mit dem Gesicht einer Person, wobei man dazu sagte, der Nachname der Person sei Baker. Der zweiten Gruppe von Testpersonen wurde das Gesicht der gleichen Person gezeigt, doch dieses Mal wurde mitgeteilt, dass die abgebildete Person auf dem Foto ein baker, also ein Bäcker sei.

Einige Tage später wurden die beiden Gruppen erneut getestet, wobei sich zeigte, dass die Gruppe, der die Kombination von Foto und Beruf gegeben worden war, eine viel höhere Erinnerungsrate hatte und sich daran erinnerte, dass die Person ein Bäcker gewesen war, während die Treffer der Gruppe, die sich daran erinnern musste, dass der Name der Person Baker war, wesentlich geringer ausfielen. Offenbar wurde die Information über seinen Beruf sofort mit Bildern wie einer Mütze, einem Backofen oder Brot verbunden, die dann im Gedächtnis haften blieb.

In Gedächtnistrainings macht man sich solche Mechanismen zunutze, indem man zu abstrakten Begriffen eine Geschichte erfindet, die das Erinnern erleichtern.

Literatur

James, Lori E. (2004). Meeting Mr. Farmer versus meeting a farmer: specific effects of aging on learning proper names. Psychol Aging, 19, 515-522.


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