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Kälteidiotie


Kälteidiotie – auch paradoxes Entkleiden – ist ein psychiatrisches Phänomen, dass die Reaktion von erfrierenden Menschen bezeichnet, die sich bei großer Kälte entkleiden und nicht selten verstecken (Hide and Die-Phänomen). Der Betroffene beginnen sich auszuziehen, obwohl ihr Körper bereits stark unterkühlt ist. Bei großer Kälte ziehen sich die Gefäße in den Extremitäten stark zusammen, der Körper produziert Wärme durch automatisiertes Muskelzittern, um den Organismus zu schützen und das Blut zu den lebenswichtigen Organen zu transportieren, doch kurz vor dem Tod weiten sich die Gefäße wieder, das Blut schießt zurück in die unterkühlten Extremitäten, sodass den Betroffenen in ihrer Wahrnehmung warm wird und sie zu schwitzen beginnen. Sie erfahren im gesamten Körper ein Gefühl von großer Hitze, so als würden sie mit kalten Füßen in eine heiße Badewanne steigen.

Das Bewusstsein des Patienten trübt sich während dieses Prozesses immer mehr ein und das Muskelzittern hört allmählich auf. Die Kälteidiotie tritt vor allem dann auf, wenn die Körperkerntemperatur unter 32°C sinkt, wobei ein Erfrierender in diesem Stadium bereits nicht mehr in der Lage ist, sich selbst zu helfen.

Ein weiterer Erklärungsansatz geht davon aus, dass der Thalamus, der für die Kommunikation zwischen der Großhirnrinde und dem Nervensystem zuständig ist, eine fehlerhafte Informationen weitergibt, wodurch Erfrierende Hitze fühlen, die aber tatsächlich gar nicht existiert.

Literatur

https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4lteidiotie (17-12-14)


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