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Uncanny Valley


Als Uncanny Valley oder Akzeptanzlücke bezeichnet man den hypothetischen und paradox erscheinenden psychologischen Effekt in der Akzeptanz künstlicher Figuren auf den Menschen, insbesondere von Robotern. Dabei lösen solche Maschinen bzw. Roboter, die Menschen in Verhalten und Aussehen zu stark ähneln,  Unbehagen aus. Die Quelle dieses Uncanny Valley-Phänomens liegt nach neuesten Forschungen im Gehirn, wobei zwei Regionen im mittleren präfrontalen Cortex (ventromedialer präfrontaler und dorsomedialer präfrontaler Cortex) und auch die Amygdala eine wesentliche Rolle für diesen Effekt spielen, letztere im Zusammenhang mit dernegativen emotionalen Bewertung der Handlungen von Roboter.

Gerade in sozialen Tätigkeitsbereichen scheint es hilfreich, wenn die technischen Gehilfen ihren Erschaffern optisch ähneln, denn je menschlicher ein Roboter wirkt, desto eher werden ihn etwa Senioren als Ersatz für eine echte Pflegekraft akzeptieren. Die Sympathie für einen künstlichen Akteur steigt, je menschenähnlicher dieser wird, was allerdings nur bis zu einem gewissen Punkt funktioniert, denn sieht der Roboter zu menschlich aus, sinkt wieder die Akzeptanz bzw. solche Roboter wirken häufig sogar unheimlich.

Um zukünftig humanoide Roboter tatsächlich in den Alltag des Nutzer einzubinden, bedarf es bei der Entwicklung dieser Roboter auch ein Wissen darum, welchen Effekt der Anthropomorphismus von Robotern auf den Nutzer hat. Mashiro Mori (1970/2012 betonte, dass Anthropomorphismus bei Maschinen auch negative Auswirkungen haben kann, wobei er den Effekt des Uncanny Valley beschrieb, der besagt, dass mit wachsender Menschenähnlichkeit die Akzeptanz und das Vertrauen des Nutzers in einen Roboter ansteigen, dass aber eine zu hohe Menschenähnlichkeit bei Nutzern Angst oder Befremden hervorrufen.

Siehe dazu auch Media Equation.

Literatur

Rosenthal-von der Pütten, Astrid M., Krämer, Nicole C., Maderwald, Stefan, Brand, Matthias & Grabenhorst, Fabian (2019). Neural Mechanisms for Accepting and Rejecting Artificial Social Partners in the Uncanny Valley. The Journal of Neuroscience, doi:10.1523/JNEUROSCI.2956-18.2019.


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