Um den vollen Funktionsumfang dieser Webseite zu erfahren, benötigen Sie JavaScript. Hier finden Sie die Anleitung wie Sie JavaScript in Ihrem Browser einschalten.

Grafomotorik

Grafomotorik bzw. Graphomotorik  ist ein spezieller Aspekt der menschlichen Feinmotorik und bezeichnet vor allem die menschliche Schreibbewegung unter Berücksichtigung aller beteiligten Teilkomponenten wie Koordination, Bewegung im Handgelenk, der Finger und der Hände. Die Grafomotorik ist demnach ein komplexer psychomotorischer Prozess, den Menschen erst detailliert erlernen müssen. Beim Schreiben führt man im Grunde große Bewegungen des Körpers im Kleinen aus, d. h., um feinmotorisch etwas leisten zu können, muss es grobmotorisch verinnerlicht werden, wobei nach dem Erlernen die meisten Prozesse automatisch ablaufen.

Vor allem beim Schreiben führt man eine Anzahl von Bewegungen aus, die minimiert werden, d.h., ganzkörperliche, große Bewegungen des Rumpfes, des Armes und des Handgelenkes werden beim Schreiben so weit verkleinert, bis sie schließlich über die Koordination der Hand ausgeführt werden. Um eine harmonische Schreibewegung zu erreichen ist es daher notwendig, Kindern zunächst ein Gefühl für ihren Körper zu vermitteln und die Bewegungsabläufe im Großen zu üben und sich bewusst zu machen, um dann nach und nach in die Feinmotorik des Schreibens überzugehen. Neben dem Prozess des Schreibens zählen übrigens auch andere Fähigkeiten, die mit den Fingern ausgeübt werden, wie das Malen oder Zeichnens zur Grafomotorik.

Das handschriftliche Schreiben wird durch die neuen Medien durch das Tippen auf einer realen oder virtuellen Tastatur und sogar durch Spracheingabe in hohem Maße bereits ersetzt, dennoch spielt der handschriftliche Ausdruck nach wie vor eine wichtige Rolle und ist trotz Computer und Digitalisierung aus dem Alltag nicht wegzudenken, denn die Feinmotorik, die durch die Grafomotorik ausgebildet wird, ist aber auch beim Tippen auf einer Tastatur notwendig. Da immer weniger Kinder die koordinatorischen Voraussetzungen zum Schreiben mit der Hand besitzen liegt auch daran, dass immer weniger Zeit und Möglichkeiten vorhanden sind, solche überhaupt zu entwickeln. Dabei ist Handschrift nicht nur Kulturgut, sondern auch Basis für die Merkfähigkeit und viele andere Gedächtnisleistungen.

Literatur

http://grafomotorik.de/ (19-03-03)


Weitere Seiten zum Thema

Falls Sie in diesem Beitrag nicht fündig geworden sind, können Sie mit der folgenden Suche weiter recherchieren:



Das Lexikon in Ihren Netzwerken empfehlen:


You must be logged in to post a comment.



Diese Seiten sind Bestandteil der Domain www.stangl.eu



© Werner Stangl Linz 2019