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Grobmotorik


Die Grobmotorik umfasst in der Entwicklung eines Kindes die Bewegungsfunktionen des Körpers, die der Gesamtbewegung dienen, also das Kopfheben, das Greifen, das Krabbeln, das Laufen, das Gehen, das Springen, während man als  Feinmotorik die Bewegungsabläufe der Hand-Finger-Koordination, aber auch Fuß-, Zehen-, Gesichts-, Augen- und Mundmotorik bezeichnet.

Bei der Grobmotorik spielen vor allem ein gut entwickeltes Gleichgewicht, die Körperwahrnehmung und eine ausreichende Muskelspannung eine zentrale Rolle. In der folgenden Liste finden sich durchschnittliche Leistungen eines Kindes, die im Einzelfall auch abweichen können:

  • Kann Kopfbewegungen kontrollieren 0-4 Monate
  • Kann auf dem Bauch liegend den Brustkorb aufrichten 2-7 Monate
  • Kann sich im Liegen umdrehen 3-7 Monate
  • Kann ohne Unterstützung aufrecht sitzen 6-9 Monate
  • Kann sich selber aufsetzen 7-12 Monate
  • Kann mit Unterstützung stehen 7-10 Monate
  • Kann robben 6-11 Monate
  • Kann kriechen 7-12 Monate
  • Kann sich alleine zum Stand hochziehen 7-12 Monate
  • Geht an Möbeln entlang 9-12 Monate
  • Kann frei stehen 10-14 Monate
  • Kann frei gehen 11-16 Monate
  • Kann sich bücken und wieder aufrichten 12-16 Monate
  • Kann rückwärts laufen 14-19 Monate
  • Kann Treppen steigen 14-21 Monate
  • Kann Ball mit Fuß kicken 14-21 Monate
  • Wirft Ball über Hand 14-22 Monate
  • Fängt Ball mit Armen 22-36 Monate
  • Steht auf einem Bein 22-36 Monate
  • Hüpft auf der Stelle 22-36 Monate
  • Hüpft von einer Stufe 24-36 Monate
  • Fährt Dreirad 24-36 Monate

Im Gegensatz zur Feinmotorik sind Störungen der Grobmotorik leichter erkennbar, etwa weil Kinder stolpern oder Probleme beim Erlernen grobmotorischer Bewegungsabläufe wie Treppen steigen, Schwimmen oder Rad fahren haben. Zugleich führen diese aber oft zu einer mehr oder weniger starken Bewegungseinschränkung der betroffenen Kinder. Es wird vermutet, dass bei Babys, die einen grobmotorischen Entwicklungsschritt auslassen, später eher ein motorisches Problem auftritt.


Die Gangmuster depressiver Menschen sind unter anderem durch eine langsamere Gehgeschwindigkeit und durch weniger starke Auf- und Abbewegungen des Oberkörpers gekennzeichnet. Diese Menschen neigen auch zum Schlurfen, während sich gesunde Menschen beim Gehen eher abstoßen. Außerdem hat man bei depressiven Menschen eine zusammengesunkene Körperhaltung, weniger Armschwingungen, dafür aber stärkere seitliche Schwankungen festgestellt. Diese gehen also weniger zentriert, sondern schwanken eher nach rechts und links. Man hat auch untersucht, wie sich Gangbilder auf das Gedächtnis auswirken. Depressive neigen dazu, sich negative Informationen zu merken, nicht-depressive dagegen positive Informationen. Bei einer Studie mit psychisch gesunden Menschen hat man gefunden: Menschen, die sozusagen depressiv gehen, behalten eher negative Informationen als Leute, die sich fröhlicher bewegen. Wenn man gezielt dynamischer geht, behält man also eher positive Dinge im Gedächtnis.
Quelle: Johannes Michalak in einem Interview in der Augsburger Allgemeinen vom 8. September 2020.


Literatur

Pauen, Sabina & Vonderlin, Eva (2007). Entwicklungsdiagnostik in den ersten drei Lebensjahren. Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung.

 


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