Heureka-Effekt

Der Heureka-Effekt beschreibt das Phänomen spontaner Einfälle meist im Zusammenhang mit vorhandenen Problemstellungen, die umgangssprachlich auch als Geistesblitze bezeichnet werden. Zusätzlich meint der Heureka-Effekt im besonderen, dass die richtige Lösung für das gesuchte Problem, wenn sie einmal gefunden wurde, von den Betroffenen sofort als richtig erkannt wird.

Unter Laborbedingungen ist ein echter Geistesblitz eher unwahrscheinlich, denn es handelt sich um ein so seltenes Ereignis, das im psychologischen Labor kaum herstellbar ist, sodass auch der wissenschaftliche Nachweis eines Heureka-Erlebnisses schwierig ist.

Eine wesentliche Voraussetzung für den Heureka-Effekt, der eine Verknüpfung von vorhandenen Gedanken darstellt, ist natürlich, dass es etwas zu verknüpfen gibt, d. h., konkretes Wissen um die Probleme ist eine wesentliche Voraussetzung für einen solchen Geistesblitz.

Ähnlichkeit besteht zum Aha-Erlebnis, wobei dieser vom deutschen Psychologen Karl Bühler geprägter Begriff das schlagartige Erkennen eines gesuchten, jedoch zuvor unbekannten Sinnzusammenhanges bezeichnet. In der psychologischen Forschung zu Einsicht taucht es oft als Charakteristikum auf, das sich nach vermeintlich vollendetem Erkenntnisprozess einstellt.

Der Name Heureka (griech. eureka! = ich habe [es] gefunden!) geht auf den Ausruf des griechischen Mathematikers Archimedes bei der Entdeckung des hydrostatischen Grundgesetzes zurück, als er in seiner Badewanne saß.

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