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Frontotemporale Demenz – FTD


Die Frontotemporale Demenz (FTD) bezeichnet eine Form der Demenz, bei der Zellen im im Stirnhirn (Frontalhirn) und im Schläfenlappen (Temporalhirn) degeneriert sind. Die Frontotemporale Demenz ist eine eher seltene Form der Demenz, wobei nach Schätzungen fünf bis zehn Prozent aller Demenzkranken an dieser Form der Demenz leiden.

Frontotemporale Demenzen treten meiste schon zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr oder noch früher auf. Typische Symptome sind Persönlichkeitsveränderungen, Verhaltens- und Sprachstörungen, wobei Betroffene die Veränderung in der Regel nicht registrierten, was für das Umfeld oft extrem belastend ist. Zu den charakteristischen Veränderungen zählen u. a. Aggressivität, Taktlosigkeit, maßloses Essen aber auch Teilnahmslosigkeit, später Wortfindungsstörungen, Benennensstörungen, Sprachverständnisstörungen und fehlendes Mitteilungsbedürfnis bis zum völligen Verstummen.

Die Diagnostik der frontotemporalen Demenz ist meist deshalb schwierig, da es nicht selten zu Verwechslungen mit psychischen Störungen wie Depression, Burn-out-Syndrom, Schizophrenie oder Manie kommt, bei der eine ähnliche Symptomatik zu finden ist. Diese Form der Demenz unterscheidet sich von Alzheimer, da sie sehr früh bemerkbar ist, oft schon mit Mitte vierzig wobei sie zu dreißig Prozent vererbt ist (Alzheimer nur zu einem Prozent), wobei auch anders als bei Alzheimer, Gedächtnis und Erinnerung im Wesentlichen intakt bleiben, sich aber Persönlichkeit und Verhalten radikal verändern, wobei den Betroffenen selbst ihr meist desinteressiertes und gefühlloses Auftreten anderen gegenüber nicht bewusst wird. Besonders betrifft diese Krankheit die Familien, die dramatische Veränderungen sehen, während diese selbst sich für völlig gesund halten. In der häufigsten Variante verlieren die Betroffenen die Fähigkeit, ihr logisches Denken und ihre Emotionen zu kontrollieren. In manchen Varianten sind überwiegend jene Areale des Frontallappens betroffen, die für die Benennung von Objekten, die Wortfindung und die Aussprache von Wörtern verantwortlich sind, sodass sich Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben und Sprechen ergeben. Mit fortschreitender Erkrankung haben diese Menschen Probleme, sich zu konzentrieren, rationale Entscheidungen zu treffen und Gesprächen zu folgen. Manche essen ungebremst viel, besonders Süßes, vernachlässigen die Körperhygiene oder entwickeln Zwänge. Die Muskelkraft lässt allmählich nach, die Bewegungen werden langsamer und das Schlucken bereitet Probleme.

Bisher gibt es keine Heilung und die Therapiemöglichkeiten sind begrenzt, wobei Antidepressiva (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) die Reizbarkeit, Unruhe und Apathie mildern können. Experimente legen aber nahe, dass manche Lebensstilfaktoren wie ausreichender Schlaf, gesunde Ernährung sowie körperliches und geistiges Training die Hirngesundheit verbessern können. Trotz fortschreitender Degeneration des Gehirngewebes erzielen Probanden mit einer hohen körperlichen und geistigen Aktivität bei kognitiven Tests wesentlich bessere Ergebnisse als wenig aktive Probanden.

Literatur

https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/gehirn/frontotemporale-demenz-dieser-hirnverfall-tritt-schon-ab-45-jahren-auf-das-sind-die-anzeichen_id_11531315.html (20-01-11)


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