Trigger ist ein ursprünglich allgemeiner und vor allem technischer Begriff für Ereignisse, die eine Reaktion hervorrufen, ohne dabei genau zu wissen, woher dieses Ereignis herrührt. In der Psychologie spricht man dabei auch von Schlüsselreizen, bei denen es sich um zumeist angeborene Reaktionen auf Reize handelt (angeborener Auslösemechanismen).

Es gibt jedoch auch Trigger, die von Lebewesen erst gelernt werden müssen, insbesondere das Erkennen von Gefahrensituationen, die manchmal durch Prägung in bestimmten sensiblen Lebensphasen ausgebildet werden. Manche der erlernten Schlüsselreize sind jedoch oft schwer von angeborenen Schlüsselreizen oder konditioniertem Verhalten zu unterscheiden.

Der Begriff Trigger wird oft im Zusammenhang mit posttraumatischen Ereignissen verwendet, wenn es darum geht Sinneseindrücke zu kennzeichnen, die Erinnerungen an alte Erfahrungen in akuter Form wecken, als ob diese Erfahrung jetzt unmittelbar gemacht werden würde (Intrusion). Eine solche Erinnerung erfolgt meist plötzlich, wobei vor allem die damaligen Gefühle in Form eines Flashback unmittelbar erlebt werden, sodass die aktuelle Situation von den Betroffenen oft gar nicht mehr wahrgenommen werden kann und so reagieren, als befänden sie sich in der alten, erinnerten Situation – oder wie in einem schon erlebten Film.

Manche Trigger werden zum Selbstschutz bei traumatisierten Opfern oft mit Verdrängungsmechanismen verborgen, etwa im Zusammenhang mit Missbrauchserfahrungen. Für  Außenstehende sind manche dieser Reaktionen nicht nachvollziehbar und bleiben unverständlich, wobei auch davon Betroffene oft keinen direkten Zugang zu solchen Auslösern finden. Der Ausdruck eines solchen unzugänglichen Triggers kann etwa selbstverletzendes Verhalten sein.


In einer Frauenzeitschrift fanden sich vier emotionale Trigger, die heimlich das Leben von Menschen beeinflussen können. Emotionale Trigger sind dabei Muster, die vergangene Erfahrungen wecken und das Verhalten und die Bewertung neuer Situationen beeinflussen.

  • Man fühlt sich falsch oder einsam, wenn das Umfeld anders reagiert als gewünscht.
  • Man fühlt sich bevormundet, wenn einem jemand helfen möchte.
  • Man fühlt sich panisch oder verzweifelt, wenn man von anderen Menschen abhängig ist.
  • Man fühlt sich ängstlich und verunsichert, wenn jemand nicht für einen da ist.

Wenn man seine eigenen Reaktionen in Krisensituationen Situationen analysiert, kann man unter Umständen erkennen, welche Muster man aus der Vergangenheit mitschleppt und die die Wahrnehmung der aktuellen Situation beeinflussen.

Literatur

https://www.brigitte.de/barbara/leben/psychologie–4-emotionale-trigger–die-heimlich-dein-leben-beeinflussen-13058278.html (21-09-09)


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