Apoptose

    Die Entwicklung des Gehirns geht mit einer Art Massensterben einher, denn viele der neu entstandenen Nervenzellen begehen schon bald Suizid, wobei in manchen Gehirnarealen bei der Apoptose die Hälfte Prozent der gerade erst gebildeten Neuronen verschwinden. Dieses Aussortieren überzähliger Zellen ist aber grundlegend für eine gesunde Gehirnentwicklung.

    Die Apoptose bezeichnet also jenen physiologischen Prozess der Selbstelimination von für den Körper möglicherweise gefährlichen oder unbrauchbaren Zellen, wobei diese in der Embryonalentwicklung die grundsätzlich stattfindende zahlenmäßige Überproduktion von Nervenzellen im Zentralnervensystem reguliert und somit auf die Stabilisierung tatsächlich funktionaler Strukturen hinwirkt. Eine Apoptose lässt sich mit Hilfe bildgebender Verfahren makroskopisch in vivo nachweisen

    Die Apoptose ist eine Form eines programmierten Zelltods, das von außen etwa durch Immunzellen oder aufgrund von zellinternen Prozessen ausgelöst werden kann, etwa nach einer starker Schädigung der Erbinformationen.

    Im Gegensatz zur Nekrose wird die Apoptose von der betreffenden Zelle selbst aktiv durchgeführt und ist somit ein Teil des Stoffwechsels einer Zelle, wodurch diese Form des Zelltods einer Kontrolle unterliegt und gewährleistet wird, dass die betreffende Zelle ohne Schädigung des Nachbargewebes zugrunde geht.


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