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Exekutivfunktionen


Der Ausdruck Exekutivfunktionen bzw. kognitive Kontrolle ist ein Sammelbegriff aus der Gehirnforschung und Neuropsychologie, und bezeichnet jene geistige Funktionen, mit denen Menschen aber auch andere höherentwickelte Lebewesen ihr eigenes Verhalten unter Berücksichtigung der Bedingungen ihrer Umwelt steuern. Bei den Exekutivfunktionen des Gehirns geht es vor allem um drei Bereiche: Zum einen um die Reaktionshemmung, also die Fähigkeit, andere Reize auszublenden und dann nur eine Aufgabe fokussiert auszuführen, das Arbeitsgedächtnis, das für das Speichern, Sortieren und Bearbeiten von neuen Erfahrungen und Kenntnissen verantwortlich ist, und die flexible Aufmerksamkeitssteuerung, also die Fähigkeit, abwechselnd verschiedene Aspekte einer Aufgabe zu bearbeiten und zu beachten. Übrigens werden Intelligenztestaufgaben umso besser gelöst, je leichter jemand bzw. sein Gehirn Informationen aus seinem Arbeitsgedächtnis abrufen kann, wobei sich dadurch etwa zwanzig Prozent der Intelligenztestleistung erklären lassen. Hinzu kommt auch, dass das Gehirn intelligenter Menschen insgesamt schneller arbeitet, was mittels Reaktionszeitexperimenten nachweisen lässt.

Die Exekutivfunktionen koordinieren die Handlungsplanung und zeigen Alternativen bei Komplikationen auf, d. h., sie spielen daher für die selbstständige Lebensführung eines Menschen und seine Leistungsfähigkeit eine zentrale Rolle. Störungen der Exekutivfunktionen können nach unterschiedlichen Arten von Hirnschädigungen, die den vorderen Hirnlappen oder auch frontalen Cortex bzw. seine Verbindungen betreffen, auftreten.


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