Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten?
Sei fliehen vorbei wie nächtliche Schatten
Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschießen
Es bleibet dabei: die Gedanken sind frei.
Volkslied

Die Gedankenfreiheit haben wir.
Jetzt brauchen wir nur noch die Gedanken.
Karl Kraus

Ein Gedanke ist das Ergebnis und eine Grundkomponente im Prozess des Denkens, d. h., ein Gedanke bezeichnet das, was gedacht wird, oder das Denken an etwas. Dabei kann ein Gedanke eine Meinung, eine Ansicht, ein Einfall, ein Begriff oder eine Idee sein.

Der Begriff des Gedankens ist kein scharf definierter psychologischer und daher im Zusammenhang mit psychologischen Theorien eher ungebräuchlich – hier spricht man meist von Kognition. Gedanken dienen psychologisch betrachtet der Bewertung von Situationen sowie der Planung und Steuerung der Handlungen eines Individuums. Somit stellen sie eine immaterielle Vorstufe von Handlungen dar, die der Evaluation von Handlungskonsequenzen und letztlich der Selbsterhaltung dienen.

Gedanken sind auf physiologischer Ebene Bewusstseinsinhalte, die durch neurophysiologische Prozesse im Gehirn entstehen, und einzelne Meme zu einem Kontext verbinden und so komplexere Bedeutungseinheiten schaffen. Diesen Prozess der Gedankenentstehung und Gedankensteuerung bezeichnet man im Allgemeinen als Denken.

Gedanken sind physikalisch gesehen auch real, denn sie sind die Emergenz der neuronalen Hirntätigkeit, jedoch nicht die neuronale Gehirntätigkeit selber,  d. h., sie enstehen aus der Tätigkeit des Gehirns als höhere Ordnungsstruktur im Rahmen einer Selbstorganisation. Aus konstruktivistischer Sicht enstehen Gedanken im Rahmen jener dissipativen Struktur, die das Gehirn darstellt. Bei diese Prozess wird Energie entwertet, um dabei neue und höhere Ordnungsstrukturen (Emergenzen) zu entwickeln.



Ein Gedanke zu „Gedanken“

  1. H. W.

    Ich möchte gerne eine andere Sicht auf Basis der inneren Beobachtung als Gegenstück zur äußeren Betrachtung darlegen:
    Was ist ein Gedanke? Ein Gedanke ist eine feinstoffliche Entität mit Energiepotential, mit Gewicht, mit Spin, mit einer Geschwindgkeit, mit einer Frequenz und mit einer eindeutigen ID zum Erzeuger. Ein Gedanke ist nicht teilbar. Mangels feinstofflicher Laborgeräte bedarf es zur Feststellung dieser Tatsachen der analytischen Konzentrations-fähigkeit. Die Neurologie oder Psychologie sehen z.B. einen Gedanken als eine neuronale Repräsentation im Gehirn, das sich als Aktivitätsmuster zeigt usw. – sie sehen den Gedanken mehr als mikro-biomechanisches Resultat. Sollte dies wahr sein, dann gliche der Mensch einem Roboter. Mehr dazu nächster Punkt.
    Erläuterung zur Definition Gedanke:
    Wir stellen fest, daß es sich dabei um ein Energiepaket handelt, weil der Gedanke ein Prozess ist, der entsteht, verweilt und vergeht (verfliegt). Es gibt starke Gedanken, schwache Gedanken, Gedankenfolgen, immer wiederkehrende Gedanken, chaotische Gedanken, klebrige Gedanken, impulshafte Gedanken, Gedanken als Geistesblitz (Einfälle) usw. Gedanken sind im inneren Sinn des Mensch feststellbar als eine Stimme, ein Bild oder Bildfolgen. In diesem Fall kann man sagen, es handelt sich um 1 bis 3-dimensionale Wellenmuster, also eine kurze oder lange Frequenzfolge, deren Bandbreite variieren kann. Jeder kann seine Gedanken mit Inhalt durch Selbstbeobachtung feststellen, Laborgeräte nicht. Hinter einem Gedanke muß eine Energie stecken, sozusagen ein Vorwärtstrieb. Die Lehren des Osten wissen, daß dies Prana ist. Hat der Mensch kein Prana, dann ist er eine Leiche. Prana ist die Primärenergie im Universum und überall vorhanden. Der Mensch atmet Prana über die Luft ein. Das Denken ist ohne Prana nicht möglich. Aus der Nahrung wird nur eine sehr geringe Menge an Prana gewonnen. Auch wenn ein Mensch stirbt, kann er bis zum letzten Atemzug noch denken.
    Wo findet das Denken statt? Dazu hat der Mensch ein Denkorgan (Chitta oder Denkprinip), es ist eine feinstoffliche Komponente im Menschen mit Sitz im zentralen Teil des Gehirns. Das Denkprinzip ist dort nicht festgeschraubt, denn ein Yogi höherer Stufen kann das Denkorgan verlegen. Ohne dieser Komponente kann der Mensch weder denken noch eine Sinneswahrnehmung haben, denn alle Wahrnehmungen laufen über eine Zentrale, nämlich dem Denkorgan (Chitta). Ist der Mensch mental zerrüttet, chaotisch, unkonzentriert, also ohne Fokusierung und ohne Selbstbeobachtung, dann können fremde Einflüsse astralen Charakters über das Denkorgan in den Menschen eindringen und ihn als Futter benutzen – beobachtbar als Zerstreutheit bis hin zur Besessenheit.
    Also wie entstehen Gedanken? Erstens als Reaktion auf Sinneswahrnehmung, zweitens durch logisches Denken, drittens als innere Impulse durch das Unterbewußtsein und viertens als „Einfälle“. Im Denkprinzip werden aufgrund dessen Wellen erzeugt und als Worte (Stimme) oder als Bild wahrgenommen. Je besser die Selbstbeobachtung desto deutlicher deren Wahrnehmung. Aufgrund mangelnder Unterscheidungsfähigkeit entsteht eine Identifikation und so ist der Mensch davon überzeugt, seine Gedanken sind sein Ich. Er merkt nicht, daß er gedacht wird, deswegen kann er seinen Gedankenfluß schwer ändern. Der Mensch denkt ununterbrochen, nur im Tiefschlaf nicht. Der Gedanke entsteht, wir nehmen ihn wahr, wir reagieren oder reagieren nicht und der Gedanke verfliegt bzw. läuft aus, weil bereits ein neuer Gedanke entsteht. Unser emotionaler und mentaler Zustand als Energielieferant bestimmt die psychisch-physikalischen Eigenschaften wie die Färbung (Frequenz), das Energiepotential, die Umlaufbahn im Raum und das Gewicht des Gedankens.
    Wohin geht ein Gedanke? Als ein Energiepäckchen, das eine eindeutige Identifikation zu seinem individuellen Erzeuger hat, verläßt dieses den Körper über das Gehirn und Kraft seines Energiepotentials kreist er satellittenähnlich im Raum um das Gravitationszentrum seines Erzeugers und tritt irgendwann wieder in diesen über den Atem ein, sozusagen als Beipack zur inhalierten Luft. Die daraus entstehenden Folgen nennen wir Schicksal. Das Austreten der Gedanken aus den Köpfen können Yogis als lodernden Feuerkranz im astralen Kontinuum sehen.


    Anmerkung: Da der Begriff „Gedanke“ kein psychologischer Fachbegriff ist, wurde dieser Kommentar trotz seiner Psychologieferne freigegeben.
    W. S.

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