Assoziationslockerung

Als Assoziationslockerung bzw. assoziative Lockerung, auch Denkzerfahrenheit oder Begriffszerfall, bezeichnet man die Einschränkung oder die Störung des assoziativen Denkens eines Menschen, die sich in der Regel sprachlich äußert. Assoziationslockerung bezeichnet somit eine Sprachstörung, bei der der Betroffene eigenwillig von einem Gedanken zu einem anderen springt, wobei diese Gedanken nicht oder nur indirekt zusammenhängen. Es werden also Aussagen nebeneinander gestellt, die keinen nachvollziehbaren Bedeutungszusammenhang haben, wobei diese Störung zwischen Sätzen oder satzwertigen Sprachäußerungen auftritt, im Gegensatz zur Inkohärenz, bei der diese Assoziationslockerung innerhalb von Sätzen auftritt. Ein plötzlicher Themenwechsel ohne Vorbereitung oder ohne offensichtlichen Zusammenhang macht hingegen noch keine Assoziationslockerung aus. Die Assoziationslockerung galt früher als wichtiges Merkmal bei der Diagnose eine Schizophrenie.



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