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Schwindel ist ein häufiges Phänomen und keine Krankheit im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr ein Symptom, das verschiedenste Ursachen haben kann. Bei Schwindel handelt es sich um eine Scheinbewegung, d. h., es entsteht das Gefühl, dass sich die Umgebung beziehungsweise der eigene Körper dreht oder der Boden schwankt. Allerdings beruhen diese Bewegungen aber auf einer gestörten Wahrnehmung der Umgebung. Häufig wird der funktionelle Schwindel, für den es seit 2017 feste Diagnosekriterien gibt, auch von ExpertInnen nicht erkannt, bei dem die Betroffenen an starkem Schwank­schwindel oder an Benommenheit leiden, ohne dass sich eine organische Ursache finden lässt. Das Risiko, im Laufe seines Lebens Schwindel zu erfahren, liegt nach Schätzungen der Deutschen Hirnstiftung in Berlin bei dreißig bis vierzig Prozent der Bevölkerung. Laut Deutschem Schwindel- und Gleichgewichtszentrum der LMU München sind es bei weitem nicht nur ältere Menschen, die Schwindel entwickeln können, denn Schwindel kann in jedem Alter auftreten, kommt allerdings mit zunehmendem Alter häufiger vor. Schwindel bei kleineren Kindern ist in vielen Fällen der sogenannte rezidivierende Schwindel des Kindesalters, eine Form von Schwindel, die in Abständen immer wiederkehrt. Dabei kommt es zu meist kurzen Schwindelattacken, bei dem die Kinder dann oft nicht richtig stehen können und sich hinsetzen oder hinlegen müssen. Diese Art des Schwindels gehört zum großen Kreis der Migräne-artigen Erkrankungen und ist bei kleineren Kindern die häufigste Ursache für Schwindelattacken.

Wenn Menschen gehen oder stehen, den Körper aufrecht halten und Bewegungen koordinieren, vollbringt der Organismus Höchstleistungen, wobei das Gleichgewichtsorgan im Innenohr, der Gleichgewichtsnerv und die Nervenleitungen im Gehirn für die Informationen sorgen, in welche Richtung sie sich bewegen. Die Augen vermitteln dem Gehirn die visuelle Wahrnehmung, der Tast- und Tiefensinn der Haut, der Gelenke, Muskeln und Sehnen, liefern zusätzliche Details, die im Hirnstamm verarbeitet und im Gehirn aufeinander abgestimmt werden. Dieser Vorgang läuft automatisch ab und und die in diesem Gehirnareal abgespeicherten Bewegungsabläufe setzen unbewusst ein, wobei man neue Bewegungen gezielt üben kann, bis sie irgendwann ebenso unbewusst verlaufen, etwa bei der Ausübung eines Sports.

Das für das Gleichgewicht zuständige Organ befindet sich im Innenohr und besteht unter anderem aus drei flüssigkeitsgefüllten Bogengängen, die um 90 Grad versetzt zueinander stehen und in denen sich spezielle Sinneszellen befinden, die bei jeder Bewegung aktiviert werden und Informationen an das Gehirn liefern. Im Gehirn findet dann ein Abgleich mit Informationen der Augen, der Stellung von Gelenken und der Muskulatur statt, und es wird daraus die Position des Körpers im Raum berechnet. Passen diese Informationen nicht zueinander, entsteht Schwindel. Das Gehirn kann diese Prozesse auch nur dann durchführen, wenn es genug Sauerstoff erhält, sodass eine mangelnde Sauerstoffzufuhr etwa bei hohem Luftdruck in großer Höhe oder beim Tauchen zu Schwindel führt. Damit das Gehirn ausreichend Sauerstoff erhält, müssen Blutfluss, Blutdruck und Stoffwechsel gesund sein, und auch das Blut selbst muss fließen können, also eine weder zu dicke noch zu dünne Konsistenz aufweisen. Schwindel ist daher zunächst ein Alarmsignal, denn auf Probleme im Blutkreislauf und auf Sauerstoffmangel reagiert das Gleichgewichtssystem höchst empfindlich.


Schwerkraft und Gleichgewichtsorgan: Frühere Studien haben übrigens gezeigt, dass die offenen Strukturen der Ventrikel tief im Gehirn, in denen Liquor cerebrospinalis (s. u.) produziert wird, sich bei Schwerelosigkeit erweitern. In einer Studie mit Astronauten, die die Internationale Raumstation besuchten, wurde jüngst festgestellt, dass sich die Flüssigkeit um das Gehirn während der Raumfahrt im Schädel neu verteilt. Der menschliche Körper ist offenbar so konstruiert, dass er am besten unter den Bedingungen der Schwerkraft der Erde funktioniert, und viele seiner Teile haben sich dabei so entwickelt, um auf diesen Zug nach unten zu reagieren. Diese biologischen Systeme ändern sich, wenn Menschen und andere Säugetiere einen längeren Zeitraum im Weltraum verbringen, wo eine Mikrogravitationsumgebung ein Gefühl der Schwerelosigkeit hervorruft. Auf der Erdoberfläche reagiert flüssiges und gelartiges Material im Körper auf die Schwerkraft auf eine Weise, die für das tägliches Funktionieren wichtig ist. Ein Ort, an dem dies vor allem geschieht, ist das Otolithenorgan, ein Teil des Vestibularsystems, denn der Otolith im Innenohr hilft dem Gehirn, Informationen zu erhalten, die ihm sagen, wie der Kopf ausgerichtet ist. Es besteht aus winzigen Kristallstrukturen, die Otokonie genannt werden und flach auf einem Gel im Innenohr liegen. Wenn der Kopf eine Bewegung wie das Herunterkippen auf eine Schulter ausführt, zieht die Schwerkraft die Otoconia-Kristalle über die Haare im Innenohr nach unten und sendet ein Signal an das Gehirn, dass der Kopf geneigt ist. In der Schwerelosigkeit reicht die Anziehungskraft jedoch nicht aus, um dem Gehirn mitzuteilen, dass der Kopf seine Position geändert hat, sodass die Kosmonauten die ersten Tage im Weltraum desorientiert sind, wobei eine längere Exposition gegenüber der Schwerelosigkeit bedeutet, dass sie eine Zeit der Anpassung an die Schwerkraft benötigen, wenn sie wieder auf die Erde zurückkehren. Da sich die Flüssigkeit um das Gehirn und die Wirbelsäule während der Raumfahrt nicht so bewegt wie auf der Erde, erleben die Kosmonauten während einer sechsmonatigen Mission eine Aufwärtsverschiebung ihres Gehirns und dass sich die Flüssigkeit um das Gehirn und die Wirbelsäule aufgrund der Schwerelosigkeit neu verteilt. Dies ist jedoch vorübergehend und reversibel, da Follow-up-Scans zeigten, dass das Gehirn fast vollständig zu dem zurückgekehrt war, wie es in Scans vor dem Flug aussah.

Anmerkung: Der Liquor cerebrospinalis ist die Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit und befindet sich in den vier Hirnventrikeln (Kammern) des Gehirns und im Subarachnoidalraum. Der Subarachnoidalraum befindet sich zwischen zwei Hirnhautschichten (Arachnoidea mater und Pia mater), von denen sowohl das Gehirn als auch das Rückenmark umgeben sind.


Die häufigste Schwindelform ist der Lagerungsschwindel, wobei etwa 10 bis 20 Prozent aller Menschen mindestens einmal in ihrem Leben eine solche Schwindelattacke haben. Der Lagerungsschwindel entsteht meist im hinteren Bogengang des Gleichgewichtsorgans, in dem  sich Kalziumkristalle (Otolithen) verirren, wenn beim Aufrichten vom Liegen ins Sitzen oder Stehen sich die Kristalle mit der Schwerkraft in der Flüssigkeit des Bogengangs bewegen und die Sinneshärchen reizen, sodass Drehschwindelattacken ausgelöst werden. Warum sich Kalziumkristalle im Gleichgewichtsorgan bilden und ablösen, ist nicht geklärt, doch vermutlich handelt es sich um einen normalen Alterungsprozess. In den meisten Fällen bildet sich der Lagerungsschwindel rasch von selbst zurück, wobei, wenn das nicht der Fall ist, Körper- und Kopflagerungsübungen helfen, die Otolithen aus den Bogengängen des Gleichgewichtsorgans wieder zu entfernen. Diese häufigste Form des Schwindels ist zwar unangenehm, aber harmlos. Typische Symptome sind, dass der Schwindel spontan auftritt, die Attacken bei Bewegungen des Kopfes auftreten und der Schwindel bis zu einer Minute andauert. Diesen gutartigen Lagerungsschwindel haben etwa dreißig Prozent aller über 70-Jährigen mindestens einmal erlebt, wobei dafür kurze Drehschwindelattacken typisch sind, die meist innerhalb von sechzig Sekunden auch schon wieder vorüber sind. Dieser Schwindel kann etwa durch das Drehen des Körpers oder des Kopfes ausgelöst werden. Den gutartigen Lagerungsschwindel kann man relativ einfach feststellen, indem man den Patienten um etwa 180 Grad in einer bestimmten Weise auf die Seite wirft, denn dadurch geht das Kristall aus dem Bogengang heraus und lagert sich wieder dort ab, wo es herkommt und wo es hingehört. Bewährt haben sich auch Entspannungstechniken wie autogenes Training, Ergotherapie und regelmäßiger Sport, denn werden diese Maßnahmen konsequent durchgeführt, führt das bei vielen Menschen zu kompletter Beschwerdefreiheit. Übrigens deuten Studien darauf hin, dass Vitamin-D-Mangel das Ablösen der Kristalle im Innenohr beeinflusst und beschleunigt.

Der zentrale Schwindel wird durch Störungen im Gehirn selbst verursacht, etwa als Folge von Durchblutungsstörungen im Rahmen eines Schlaganfalls oder durch Tumore. Ein peripherer Schwindel liegt vor, wenn das Gleichgewichtsorgan wie beim Lagerungsschwindel) oder der Gleichgewichtsnerv geschädigt ist. Dabei muss unterschieden werden, ob nur ein Gleichgewichtsorgan geschädigt ist oder beide.
Ein beidseitiger Ausfall der Gleichgewichtsorgane kann zum Beispiel durch Nebenwirkungen von Medikamenten oder durch eine Hirnhautentzündung ausgelöst werden. Die typischen Symptome sind dann Schwindelattacken und Bilderwackeln, die vor allem bei körperlicher Bewegung auftreten.
Beim Morbus Menière, einer Erkrankung des Innenohrs, wird die Funktion des Gleichgewichtsorgans ebenfalls erheblich beeinträchtigt, wobei Schwindel und Übelkeit sehr plötzlich und meist in Verbindung mit Schwerhörigkeit, Ohrgeräuschen und Druck auf den Ohren auftreten.

Ein einseitiger Ausfall des Gleichgewichtsorgans ist in der Regel die Folge einer Entzündung des Gleichgewichtsnervs, wobei diese Entzündungen durch Herpesviren (Neuritis vestibularis) verursacht werden können. Auch bei dieser  tritt die Schwindelsymptomatik plötzlich auf, wobei der Schwindel sowohl als Dreh- als auch als Kippschwindel empfunden werden kann. Die davon Betroffenen neigen zu Stürzen und haben meist sichtbare Augenbewegungsstörungen (Nystagmus). Typischerweise nehmen die Beschwerden in den ersten Stunden rasch zu, bleiben einige Tage und bilden sich schließlich innerhalb von Tagen bis Wochen zurück. Die Besserung ist darauf zurückzuführen, dass das Gehirn lernt, den Ausfall eines Gleichgewichtsorgans zu kompensieren.

Es gibt zahlreiche Störungen und Krankheiten, die mit Schwindel einhergehen, aber auch Medikamente können Benommenheit auslösen, wobei bei älteren Menschen oft mehrere Faktoren zusammenkommen, und es schwierig ist, dem Auslöser auf die Spur zu kommen. Hilfreich ist dabei eine genaue Selbstbeobachtung der Betroffenen, wobei in vielen Fällen nach einer ersten Befragung eine Verdachts­diagnose gestellt werden kann, die dann durch einschlägige Untersuchungen bestätigt werden muss. Schwindelbeschwerden können auch im Rahmen einer schlecht eingestellten Zuckerkrankheit (Polyneuropathie) auftreten, wobei die peripheren Nerven zunehmend geschädigt werden und sogar zugrunde gehen. Handelt es sich bei den geschädigten Nerven um motorische Nerven, so beeinträchtigt dies die Beweglichkeit der entsprechenden Muskelpartien. Handelt es sich um sensible Nerven, kommt es zu Missempfindungen, Taubheitsgefühlen und Gleichgewichtsstörungen.

Es gibt auch psychisch ausgelöste Schwindelstörungen, die bei Menschen im Alter zwischen 30 und 50 Jahren auftreten, etwa den phobischen Schwankschwindel. Solche Schwindelanfälle ereignen sich in Situationen, die für die Menschen Auslöser für Panikattacken sind, etwa bei Menschen mit Höhenangst beim Besteigen eines Turms, beim Besteigen eines Flugzeugs oder bei Menschen mit Klaustrophobie in einem Fahrstuhl. Somatoforme oder psychosomatische Schwindel sind nach dem Lagerungsschwindel die zweithäufigste Form. Am häufigsten ist der phobische Schwankschwindel im Rahmen von Angsterkrankungen, wobei diese Schwindelanfälle nur in bestimmten Situationen, etwa beim Aufenthalt in großen Menschenmengen oder beim Überqueren großer Plätze, auftreten. Oft werden die Schwindelattacken von heftigen vegetativen Symptomen wie Schweißausbrüchen, Herzrasen oder Übelkeit begleitet. Beim psychosomatischen Schwindel sind die Gleichgewichtsorgane unversehrt, sodass sich die Beschwerden in den meisten Fällen erfolgreich behandeln lassen, indem man die Betroffenen über die psychischen Hintergründe und die Mechanismen der Schwindelentstehung aufzuklären versucht. Schon das Wissen darüber erleichtert vielen Betroffenen den Alltag, da sie dann bestimmte Situationen vermeiden können. Im Rahmen einer Psychotherapie, etwa einer kognitiven Verhaltenstherapie, und diese unterstützende physiotherapeutischen Therapien lernen die Betroffenen, ihr Schwindelgefühl zu beherrschen und den Teufelskreis von Angst und Schwindel zu unterbrechen. Typischerweise bessern sich die Beschwerden, wenn das Gleichgewichtsorgan in den dabei durchgeführten Übungen systematisch und in Form von Steigerungen gefordert wird. Bei Schwindelanfällen durch psychische Auslöser kann daher Ablenkung durch Sport und Bewegung helfen, denn der Körper lernt allmählich, den Schwindel zu kompensieren. Eine solche Therapie erfordert allerdings Geduld, denn sie kann mehrere Monate dauern

Die Diagnosemöglichkeiten von Schwindel in Schwindelambulanzen sind vielfältig wie die möglichen Ursachen der Beschwerden, wobei eine genaue Beschreibung des Schwindelgefühls für die Behandlung wichtig ist, denn diese kann bereits Auskunft über die möglichen Ursachen geben. Im Rahmen der bildgebenden Diagnostik stehen mit der Computertomografie und der Magnetresonanztomografie zwei sehr zuverlässige Methoden zur Verfügung, um nötigenfalls strukturelle Veränderung als Ursache der Beschwerden zu erkennen oder auszuschließen.

Es gibt spezielle Schwindelambulanzen, in denen Spezialisten mehrerer Fachrichtungen zusammenarbeiten. Bevor man eine solche Ambulanz aufsucht, sollte man versuchen, sich darauf in Form eines Schwindeltagebuchs vorzubereiten: Hilfreich ist eine genaue Beschreibung des Schwindelgefühls und eine genaue Beschreibung der Situationen, in denen der Schwindel auftritt. Fragen dazu sind etwa: Wie fühlt es sich an? Kommt es zu Schweißausbrüchen? Gibt es besondere Auslöser? Gibt es Dinge, die den Schwindel lindern? Dafür kann ein  hilfreich sein. Man sollte immer auch Medikamente, die man einnimmt,  auf Nebenwirkungen prüfen, etwa Blutdrucksenker, Antidepressiva, Antiepileptika, Beruhigungsmittel und Schlafmittel. In solchen Schwindelambulanzen arbeitet man meist mit bildgebenden Verfahren wie der Computertomografie und der Magnetresonanztomografie, wobei bei der Aufnahme in der Regel eine Messung reflexartiger Augenbewegungen bei abrupter Kopfbewegung per Spezialbrille (Videookulografie) erfolgt, die übrigens auch in normalen Spitalsambulanzen bei entsprechenden Beschwerden automatisch überprüft werden.


Gegen leichtere Formen des Schwindels können kleine Übungen im Alltag helfen: Man kann das Gleichgewicht trainieren, indem man sich auf ein Bein stellt oder eine imaginäre Linie entlang geht. Man kann auch bei einem Spaziergang immer wieder einige Meter rückwärtsgehen. Grundsätzlich sind Tanzen, Gymnastik, Yoga sowie körperliche Aktivitäten aller Art ein gutes Training, speziell kann man auch im Rahmen einer Physiotherapie ein gezieltes Gleichgewichtstraining durchführen.

Übrigens: Tanzen trainiert die Orientierung im Raum und stärkt das Gleichgewicht, wobei die Bewegung Spaß macht und vom Schwindel ablenkte. Im übrigen gibt ein Tanzpartner den Betroffenen auch einen gewissen Halt, soviele manche weniger Angst vor Schwindelanfällen entwickeln.


Bei vielen Menschen führt eine Achterbahnfahrt zur Übelkeit, denn diese führt dazu, dass es zu ungewohnten Reizungen des Gleichgewichtsorgans kommt, wobei die Übelkeit deshalb entsteht, das das Gehirn widersprüchliche Informationen über die räumliche Orientierung des Körpers bei diesen Bewegungen erhält. Bei einer Achterbahnfahrt gibt es einen stetigen Wechsel zwischen potentieller Energie (Lageenergie) sowie kinetischer Energie (Bewegungsenergie), wobei auch verschiedene Beschleunigungskräfte wirken. Die vertikale Beschleunigungkraft sorgt dafür, dass man fühlt, man würde aus dem Sitz fliegen, während die laterale Beschleunigung dagegen dafür sorgt, dass man fürchtet, man würde seitlich aus dem Sitz fallen. Bei manchen Achterbahnen werden die lateralen Kräfte durch die Neigung der Kurven verhindert, weil laterale Kräfte beim Menschen unangenehm angenommen werden.

Was eine Achterbahnfahrt nun ausmacht, ist unter anderem der Adrenalinausstoß, wobei es gleichzeitig zu einem Anstieg des Herzschlags kommt und auch das Blut schneller durch den Körper fließt. Zusätzlich wird auch die Atmung intensiver, sodass mehr Sauerstoff ins Blut gelangt. Bei einer Achterbahnfahrt erlebt man daher eine Art „Energie-Kick“, den aber Menschen sehr unterschiedlich erleben, wobei sich manche euphorisiert fühlen und diesen Energie-Schub suchen, aber manche Mensch damit überfordert sind und hoffen, dass die Fahrt einfach schnell zu Ende geht. Achterbahnen werden dabei immer höher, schneller und extremer gebaut, wobei die Gefahr bei anhaltenden großen Beschleunigungen auch darin besteht, dass das Herz nicht mehr in der Lage ist, gegen diese Beschleunigungskräfte das Blut in das Gehirn zu transportieren. Wenn es zu solch einer Unterversorgung des Gehirnes käme, könnten bleibende Schäden entstehen bzw. es kann sogar zur Bewusstlosigkeit führen. Daher werden Achterbahnen so konstruiert, dass zwar große Beschleunigungskräfte auftreten, aber dies im Normalfall nicht länger als eine Sekunde. Daher wird vor jeder Freigabe einer Achterbahn die Fahrt mit zahlreichen Beschleunigungsmessungen überprüft, sodass gefährliche Beschleunigungskräfte von längerer Dauer ausbleiben.


Siehe auch Angstschwindel, psychosomatischer Schwindel, Vertigo.

Literatur & Quellen

http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Schwindel-Die-Ursachen-sind-vielfaeltig,schwindel114.html (16-08-08)
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Schwindel-Ursachen-und-Behandlung,schwindel114.html (20-08-04)
https://www.dw.com/de/schwindel-wenn-die-ganze-welt-sich-dreht/a-61703344 (22-05-10)
https://www.freizeitparkinfos.de/achterbahn-infos/achterbahnfahrt-und-auswirkung-auf-den-menschen (22-06-27)



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