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Devianz


Devianz bezeichnet in der Psychologie abweichendes Verhalten, also alle diejenigen Verhaltensweisen und Handlungen, die nicht mit sozial einflussreicheren Erwartungen (Regel, Normen und Werten) von Gruppen, Institutionen bzw. der Gesellschaft insgesamt übereistimmen. Devianz ist daher ein Handeln von Menschen, das gegen gesellschaftliche Normen verstößt und von der Allgemeinheit mit negativen Sanktionen bedroht ist. Die Bezeichnung eines Verhaltens als deviant ist mit einem Werturteil, also mit gesellschaftlichen Prozessen der Normbildung und Subjektivierung verbunden. Ein Werturteil liegt im Allgemeinen immer dann vor, wenn etwas, das benannt, gedacht oder wahrgenommen werden kann, also eine Person, ein Lebewesen, ein Objekt, ein Abstraktum oder auch eine Handlung mit Zustimmung oder Ablehnung verbunden wird. Erkennbar werden Werturteile über andere Menschen im Unterschied zu anderen Urteilen in einem Akt der Kommunikation, wobei dieser Kommunikationsakt das entschei­dende Ereignis ist, das ein solches Werturteil hervorbringt.

Devianz, die Abweichung von der Norm, begründet in den Theorien des Rechts und des Verbrechens die Delinquenz.

Siehe dazu auch https://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/news/1180/zentrale-begriffe-jugendlichen-suchtverhaltens

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