Ungeschehenmachen

    Beim psychoanalytischen Abwehrmechanismus des Ungeschehenmachens setzt der oder die Betroffene faktisch unwirksamer Handlungen oder Rituale ein, denen eine symbolische Kraft zugeschrieben wird. Das Ziel ist es, Strafe bei Verbots- und Gebotsübertretungen abzuwenden. Ein Waschzwang, um Sünden wegzuwaschen, ist ein typisches Beispiel des Abwehmehanismus des Ungeschehenmachens. Auch andere Zwangshandlungen, wie etwa auf der Straße nur jeden dritten Pflasterstein zu betreten oder nach dem Verlassen des Hauses die Tür mehrmals zu kontrollieren zu müssen, gehören dazu.


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