Als Testleitereffekt bezeichnet man in der Testpsychologie die Beeinflussung eines Testergebnisses durch bestimmte Merkmale des Untersuchers, wie zum Beispiel individuelle Aspekte (Beurteilungsfehler) in der Durchführung und Aufgabenbewertung (Mildefehler, Härtefehler), aber auch der fehlerhafte Durchführung der Auswertung und Interpretation. Weiters können persönliche Eigenschaften des Testleiters Einfluss nehmen auf die Interaktion zwischen Untersucher und untersuchter Person, wodurch zum Beispiel indirekt (z.B. durch Unsicherheit oder verringerte Motivation der untersuchten Person) eine Verzerrung von Testergebnissen möglich ist. Der Gefahr von Testleitereffekten kann durch die Standardisierung eines Tests entgegen gewirkt werden, lässt sich aber niemals vollständig ausschließen.

Quelle
http://entwicklungsdiagnostik.de/glossar.html (12-11-21)


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