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Der Galatea-Effekt bezeichnet eine Variante des Rosenthal-Effekts, übertragen aus dem Bildungsbereich auf den betrieblichen Kontext, bei dem die durch die Erwartungen einer Autoritätsperson (Vorgesetzter) eine gesteigerte eigene Erwartung einer Person an sich selbst als entscheidender, vermittelnder Faktor betrachtet wird. Er geht davon aus, dass die Erwartungen, die Vorgesetzte bezüglich ihrer MitarbeiterInnen haben, deren Leistungen und Vorankommen beeinflussen.

Es zeigte sich auch, dass bei positiven Erwartungen des Vorgesetzten auch die Selbstwirksamkeitserwartung steigt. Dabei stehen allerdings im Gegensatz zum Rosenthal-Effekt  die eigenen Erwartungen und nicht die eigenen Leistungen oder die Erwartungen des Vorgesetzten im Vordergrund. Es handelt sich dabei um ein intrapersonelles Phänomen. Während der Galatea-Effekt eine positive Variante der Erwartungen beschreibt, beschreibt der Golem-Effekt die Wirkung negativer Erwartungen von Vorgesetzten.

Zum Begriff: Galatea war eine schöne Bergnymphe, in die sich der Zyklopen Polyphem verliebte. Diese jedoch verabscheute den einäugigen Riesen wegen seines erschreckenden Aussehens. Stattdessen gab sie sich dem attraktiven Jüngling Akis hin. Der gekränkte Zyklop lauerte ihnen beiden auf und erschlug Akis mit einem Felsbrocken. Daraufhin übergab die trauernde Galatea ihren Geliebten einem Fluss, der seitdem seinen Namen trägt. Galatea war auch eine Statue, die einst vom Bildhauer Pygmalion aus Marmor geschaffen wurde, mit der er ein perfektes Ebenbild der Göttin Aphrodite schaffen wollte, die er über alles begehrte. Er teilte sogar sein Lager mit der Statue. Aphrodite war darüber so gerührt, dass sie eines Nachts in die Statue schlüpfte und sie mit menschlicher Wärme belebte. Auf diese Art vereinigte sie sich mit dem halb schlafenden Pygmalion, wodurch darauf die Statue zum Leben erwachte und ihm schließlich einen Sohn namens Paphos und eine Tochter namens Metharme gebar.

Literatur

https://griechische-mythologie.wikia.org/wiki/Galatea (18-12-12)



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