Fischteicheffekt

Der Fischteicheffekt (big fish little pond effect) bezeichnet man die Tendenz von Menschen, ihre eigenen Leistungen in Abhängigkeit von den Leistungen der sozialen Bezugsgruppe zu bewerten, sodass die gleiche Leistung je nach Kontext, in dem sie auftritt, sehr unterschiedlich bewertet sein kann. So weiß man aus Untersuchungen, dass SchülerInnen durch leistungsschwächere MitschülerInnen in ihrer Klasse eher eine stärkere Lernmotivation entwickeln, da ihre Leistungen dort deutlicher auffallen und manchmal besonders honoriert werden. Sie sind daher bestrebt, ihren Vorsprung zu halten.

Dieser Effekt gilt auch für größere Gruppen, denn im Rahmen der Daten der PISA Studie wurde eine Studie zur Generalisierbarkeit des Fischteicheffekt durchgeführt, wobei sich zeigte, dass der negative Effekt des mittleren Schulleistungsniveaus auf das mathematische Selbstkonzept der Schüler für 24 der 26 berücksichtigten Länder signifikant ausfiel, für die restlichen beiden nichtsignifikant negativ war, was ein guter Beleg für die Generalisierbarkeit des Effektes über verschiedene Kulturen und Schulsysteme bedeutet.

Literatur
https://de.wikipedia.org/wiki/Fischteicheffekt (14-11-21)





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