Vielseherforschung

Die Vielseherforschung ist eine Methode der Medienforschung, in der etwa geprüft wird, ob ein übermäßiger Fernsehkonsum zu einem verzerrten bzw. vom Fernsehen geprägten Realitäts- oder Weltbild bei den RezipientInnen führt. Auch diese Methode lässt keine kausalen Schlüsse zu, da die jeweilige Interpretation, ob das Verhalten vom Fernsehen, vom sozialen Umfeld oder von der Persönlichkeit herrührt.

In der Vielseherforschung wird etwa geprüft, ob ein übermäßiger Fernsehkonsum (mehr als 4 Stunden täglich) zu einem verzerrten bzw. vom Fernsehen geprägten Realitäts- oder Weltbild bei den Rezipienten führt. Es wird der Frage nachgegangen, ob man durch häufiges Ansehen von Krimis eine größere Angst vor dem nächtlichen Ausgehen entwickelt, weil man die reale Kriminalitätsrate viel zu hoch einschätzt. Aber auch diese Forschungsart lässt keine allgemeingültigen Schlüsse zu, da die jeweilige Interpretation, ob die Furcht vom Fernsehen, vom sozialen Umfeld oder auch der Persönlichkeit des Rezipienten herrührt, gegensätzliche Ergebnisse zulässt.

Siehe dazu Die Wirkung von Gewaltdarstellungen in den Medien.




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