kognitive Verhaltenstherapie

Die kognitive Verhaltenstherapie ist eine in der Psychologie weit verbreitete, integrative Therapieform, bei der die Techniken der kognitiven Therapie (z.B. die Veränderung der selbstabwertenden Gedankenmuster) mit den Techniken der Verhaltenstherapie (Verhaltensänderung) kombiniert werden, wobei neben der störungsspezifischen Behandlung auch die Bearbeitung persönlicher Bedingungsfaktoren erfolgen muss.

Im Gegensatz zur Tiefenpsychologie und Psychoanalyse konzentrieren sich Therapiesitzungen der kognitiven Verhaltenstherapie nicht auf die Vergangenheit, sondern auf das Hier und Jetzt. Zwar sind die Einstellungen und Verhaltensmuster in der Vergangenheit durch bestimmte Lebenserfahrungen entstanden, jedoch geht es in der Sitzung darum, genau die gegenwärtigen ungünstigen Denkgewohnheiten zu analysieren, die zu emotionalen Belastungen im Alltag und damit zur Beeinträchtigung der Lebensqualität führen. Neue Sichtweisen, veränderte Verhaltensgewohnheiten und eine daraus resultierende verbesserte emotionale Befindlichkeit führen zu einer höheren Lebenszufriedenheit.

Die kognitive Verhaltenstherapie ist die effektivste unter den anerkannten Psychotherapiemethoden, insbesondere bei Zwangserkrankungen.

Siehe dazu den idealtypischen Therapieverlauf einer kognitiven Verhaltenstherapie.

Literatur
Lakatos, A. & Reinecker, H. (2001). Kognitive Verhaltenstherapie bei Zwangsstörungen. Göttingen: Hogrefe.
Ambühl, H. (2005). Kognitive Verhaltenstherapie bei Zwangsstörungen. In Ambühl, H. (Hrsg.), Psychotherapie der Zwangsstörungen (S. 69-87). Stuttgart: Thieme.
Ecker, W. (2001). Verhaltenstherapie bei Zwängen. Lengerich: Pabst Science Publishers.



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