Inklusion
Der Begriff „Inklusion“ lässt sich aus dem Lateinischen herleiten und bedeutet „Einschluß“. Inklusion im Bildungssystem bedeutet demnach, heterogene Gruppen individuell zu unterrichten. Inklusion bedeutet den Einschluss aller zu Unterrichtenden in Schulen für alle und ist der nächste logisch folgende Schritt auf die Bemühungen der Integration, denn sie eröffnet allen Menschen die Möglichkeit, ihr Recht auf adäquate Bildung und auf Erreichung ihres individuell höchstmöglichen Bildungszieles wahr zu nehmen und damit ein möglichst selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben zu führen. Bei der Inklusion wandelt sich die Bedeutung des Unterrichts und die Rolle der LehrerInnen. Wissen wird nicht mehr „vorgetragen“ und „aufgepfropft“, sondern von den einzelnen SchülerInnen selbsttätig erworben. Die LehrerInnen begleiten und unterstützen diesen Prozess, stellen Ressourcen zur Verfügung, arbeiten, reflektieren und lösen Probleme teamorientiert. Jedes Kind hat dabei seinen eigenen individuellen Lehrplan, lernt allein, zu zweit oder in einer heterogenen Gruppe, in der die Mitglieder einander unterstützen. Wesentlich Merkmale der Inklusion sind:
- gemeinsames Leben und Lernen für all
- Theorie einer ununterteilbaren heterogenen Lerngruppe
- Profilierung des Selbstverständnisses der Schule
- systemischer Ansatz
- Beachtung der emotionalen, sozialen und unterrichtlichen Ebene
- Ressourcen für Systeme (Klassen/Schulen)
- gemeinsames und individuelles Lernen für alle
- ein individualisiertes Curriculum für alle
- gemeinsame Reflexion und Planung aller Beteiligten
- Anliegen/Auftrag von Schul-/Sonderpädagogik
- Sonderpädagogik als Unterstützung für KollegenInnen und Klassen
- kollegiales Problemlösen im Team
Siehe auch Integration und Inklusion
