Identitätskrise

1. Definition
„Identitätskrise -> Identitätsverlust.“
„Identitätsverlust (Identitätskrise), der Verlust der -> Identität als Folge eines traumatischen Schocks, schwerer seelischer Erschütterungen oder Krankheiten wie z.B. Schizophrenie, Psychose, Neurose“ (ohne Autor, 1995, S. 185).

2. Definition
„Identitätskrise; die: Krise im Erlebnis der Identität (1b): -n stehen mit Steuerungsproblemen im Zusammenhang […]“ (ohne Autor, 1995, S. 1671).

3. Definition
„[…] Nach der Phase der ersten Ehejahre, in welcher viele Frauen […] mit der Erziehung der Kinder und Männer mit ihrer beruflichen Karriere beschäftigt sind, […] Müdigkeit, Lustlosigkeit, Schwierigkeiten mit dem Kreislauf oder der Verdauung, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen sind in dieser Zeit nicht selten der Anlass zum Arzt zu gehen, um sich untersuchen und beraten zu lassen. […] Man verordnet Kuraufenthalte, physikalische Behandlungen oder Tranquilizer und rät dem Mann weniger beruflichen Stress und der Frau zu außerfamiliäre Aktivitäten. In der Phase zwischen 40. und 55. Lebensjahr geraten Mann und Frau nicht selten in eine Identitätskrise: Sie blicken zurück auf die seit der Heirat vergangenen Jahre und fragen sich, ob das gemeinsame Leben so weitergehen kann und soll“ (Buddeberg Claus, 2005, S. 135).

4. Definition
„[…] als Ursache […] benannt werden, dass die Schule als Institution mit ihrem genuinen pädagogischen Selbstverständnis in eine Krise und Umbruchsicherung geraten ist. Berichte über stecken gebliebene Reformanstrengungen, kritische Äußerungen von SchulforscherInnen und ErziehungswissenschaftlerInnen über mangelnde Förderungserfolge sowie die Rede von schulorganisatorischen Defiziten […]“ (Kahlert Heike & Mansel Jürgen (Hrsg.), 2007, S. 19).

5. Definition
„Identitätskrise: (f).1. Kritische Störung des Gefühls der Identität mit sich selbst, einem aus enger Verbindung mit anderen (insbesondere den Eltern) erwachsenden Bewusstsein von Kontinuität und Gleichheit des Ich. Häufige Erscheinung bei sozial Entwurzelten und Flüchtlingen; nach E. ERIKSON aber auch allgemeine Folge der gegenwärtigen kulturellen Situation. […]” (Peters, 2007, S. 259).

Literatur
Buddeberg, C. (2005). Sexualberatung. Eine Einführung für Ärzte, Psychotherapeuten und Familienberater.
Online im Internet: WWW: http://books.google.at/books?id=4917_KvmpIEC&pg=PA135&dq=identit%C3%A4tskrise&hl=
de&ei=fKTOTOX1McPrOcX3tNUB&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=6&ved=
0CD0Q6AEwBTgK#v=onepage&q=identit%C3%A4tskrise&f=true (10-11-01)
Kahlert, H. & Mansel J. (Hrsg.). (2007). Bildung und Berufsorientierung. Der Einfluss von Schule und informellen Kontexten auf die berufliche Identitätsentwicklung.
Online im Internet: WWW: http://books.google.at/books?id=88U0UzgKDGEC&pg=PA19&dq=
identit%C3%A4tskrise&hl=de&ei=fKTOTOX1McPrOcX3tNUB&sa=X&oi=
book_result&ct=result&resnum=2&ved=0CCwQ6AEwATgK#v=onepage&q=
identit%C3%A4tskrise&f=true (10-11-01)
Ohne Autor. (1995). Identitätskrise. In Lexikon-Institut Bertelsmann (Hrsg.). Lexikon der Psychologie. Gütersloh: Bertelsmann Lexikon Verlag.
Ohne Autor. (1995). Brockhaus Enzyklopädie. Mannheim: Brockhaus.
Peters, U.H. (2007). Lexikon. Psychiatrie Psychotherapie Medizinische Psychologie.
Online im Internet: WWW: http://books.google.com/books?id=w5Rd6NFbMiAC&printsec=
frontcover&dq=inauthor:%22Uwe+Henrik+Peters%22&hl=de&ei=u-DOTMLuE4_
KjAfxwOXWBw&sa=X&oi=book_result&ct=book-thumbnail&resnum=1&ved=
0CCoQ6wEwAA#v=onepage&q&f=false (10-11-01)





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