Synaptic pruning

Synaptic pruning oder axon pruning bezeichnet den Prozess in der Entwicklung des menschlichen Gehirns, indem ungenutzte Synapsen eliminiert werden, übersetzt also das Zurechtstutzen von synaptischen Verbindungen. Während der Pruning-Phase entscheiden Erfahrungen und die Umwelt, welche Synapsen beseitigt und welche erhalten bleiben sollen. Dabei wird die Inaktivierung der synaptischen Übertragung von Strukturveränderungen der sensorischen Neuronen begleitet.
Synaptic pruning bezeichnet besonders in der Entwicklungspsychologie jenen Prozess, bei dem das menschliches Gehirn bis zur Pubertät hin durch ständigen Aufbau neuer Verbindungen wächst, dann aber wieder an Nervenzellen und besonders an Synapsen verliert. Das Synaptic pruning-Modell sieht im Rückgang der Nervenvernetzung eine Form der Spezialisierung des jungen Menschen.
Allerdings kann synaptisches Pruning auch zu Problemen führen. Zwar handelt es sich zunächst um einen normalen und notwendigen Mechanismus, der im Lebenszyklus eines Gehirns verschiedene wichtige Funktionen wahrnimmt, so kann überaktives oder fehlendes Pruning auch Krankheiten verursachen, wobei man vermutet, dass Autismus und verschiedenen neurodegenerativen Erkrankungen ursächlich mit fehlgeleitetem Pruning in Verbindung stehen können.
Ab einem bestimmten Zeitpunkt können sich jedoch diese synaptischen Verbindungen auch wieder regenerieren.



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