Akzeptanz- und Commitmenttherapie – ACT

Die Akzeptanz- und Commitmenttherapie – ACT – ist eine neuere Form der Psychotherapie, bei der klassische verhaltenstherapeutische Techniken mit achtsamkeits- und akzeptanzbasierten Strategien und mit Interventionen zur Werteklärung kombiniert werden. Die Akzeptanz – und Commitmenttherapie zählt zur dritten Welle der verhaltenstherapeutischen Interventionen und baut auf den kognitiven Verhaltenstherapien auf, wobei hier aber ein entscheidender Wechsel im Menschenbild vollzogen wird.  Das Ziel der ACT besteht darin, Menschen die Freiheit wiederzugeben, ein wertorientiertes Leben zu leben und ihre persönlichen Vorstellung von einem guten Leben zu realisieren. Es geht somit im Verlauf der Therapie um die Rückgewinnung der psychischen Flexibilität, ohne dabei die Verbindung zu den wesentlichen Merkmalen des individuellen Menschseins zu verlieren.
Die Akzeptanz – und Commitmenttherapie unterscheidet sich in einigen Ansätzen von der traditionellen kognitiven Verhaltenstherapie, denn sie steht teilweise auf einem philosophischen Fundament und nutzt gleichzeitig die Erfahrungen der klassischen Verhaltenstherapie, wobei sie eine Vielzahl von Techniken nutzt, die das logische Denken in vielen Situationen zu verhindern suchen. Sprache bzw. die Konfusion mit nicht zielführenden, nicht handlungsfördernden Wörtern, Denkinhalten sind häufig eine Ursache für psychisches Leiden. Während die meisten Therapieformen versprechen, auf schnelle Weise emotionale Probleme abzuschütteln, hat sich gezeigt, dass das so meist nicht funktionieren kann. Vielfach halten solche Therapien den Betroffenen sogar davon ab, sein Leben wieder in Angriff zu nehmen. Die Wirksamkeit wurde vom Amerikanischen Psychologenverband als empirisch gut gestützte Therapiemethode anerkannt.

Literatur
Hayes, S. C., Strosahl, K. D. & Wilson, K. G.  (1999). Acceptance and commitment therapy: An experiential approach to behavior change. New York: Guilford.





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