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obstruktive Schlafapnoe

Die obstruktive Schlafapnoe ist eine Form der Schlafstörung, bei der  es während des Schlafs zu wiederholten Verlegungen der oberen Atemwege durch den erschlafften Zungengrund (Obstruktion = Verengung, Verlegung) kommt. Da dadurch der Luftstrom blockiert wird, findet eine forcierte Zwerchfell- und Brustatmung statt, bis der Widerstand dieses Strömungshindernisses überwunden wird bzw. eine Weckreaktion (arousal) stattfindet. Dadurch kommt es unter in der Regel sehr lauten Schnarchgeräuschen zum vorübergehenden Einstrom von Atemluft, bis eine erneute Atemwegsverlegung stattfindet. Da Betroffene oft einen fragmentierten Schlaf haben, sodass ihre Atmung immer wieder unterbrochen wird, steigt durch die Senkung des Sauerstoffgehalts im Blut das Risiko von Herz-Kreislauf-Problemen und Gemüts- und Gedächtnisstörungen.

Rund 30 Prozent dieser Insomnien sind organisch bedingt, 70 Prozent haben eher psychische Ursachen, wobei etwa zwei Prozent der Frauen und vier Prozent der Männer  unter einem behandlungsbedürftigem Schlafapnoesyndrom leiden: Atemaussetzer von mindestens zehn Sekunden aufgrund einer Einengung der muskulären Anteile der oberen Atemwege in Verbindung mit Schnarchen.

In einer Studie (Delhikar et al., 2019) wurde die Beziehung zwischen obstruktiver Schlafapnoe und autobiografischem Gedächtnis untersucht. Es zeigte sich, dass bei Menschen mit obstruktiver Schlafapnoe wichtige autobiografische Ereignisse nicht mit spezifischen Details verbunden und nicht mit den dazugehörigen emotionalen Eindrücken erinnert werden.

Ein Vergleich des semantischen Gedächtnisses mit dem episodischen Gedächtnis zeigte auch, dass das episodische Gedächtnis von Menschen mit Schlafapnoe intakt bleibt, während ihr semantisches Gedächtnis beeinträchtigt wird. Diese Studie legt also nahe, dass obstruktive Schlafapnoe die Fähigkeit des Gehirns beeinträchtigen kann, bestimmte Arten von Lebenserinnerungen zu kodieren oder zu konsolidieren, sodass es den Menschen schwerfällt, sich an Details aus der Vergangenheit zu erinnern. Gehirnscans von Menschen mit Schlafapnoe zeigen außerdem, dass in Regionen, die sich mit dem autobiografischen Gedächtnisareal überschneiden, ein erheblicher Verlust an grauer Substanz auftritt.

Literatur

Delhikar, N., Sommers, L., Rayner, G., Schembri, R., Robinson, S., Wilson, S., & Jackson, M. (2019). Autobiographical Memory From Different Life Stages in Individuals With Obstructive Sleep Apnea. Journal of the International Neuropsychological Society, 1-9. doi:10.1017/S1355617718001091.



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