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Externalisierung

    In der Psychologie versteht man unter Externalisierung die Verlagerung und Abwälzung von Motiven oder Zuschreibungen nach außen. Durch eine Externalisierung sieht der Mensch oft die einzige Möglichkeit, sich wieder in seiner ganzen Persönlichkeit positiv wahrzunehmen, denn das belastende Problem wird quasi aus dem Selbst herausgezogen.

    Bei der Externalisierung als Abwehmechanismus werden negative Selbstanteile wie etwa Aggressionen zuerst vom Ich abgespalten und dann auf ein Gegenüber projiziert. Wenn nun das Gegenüber sich unbewusst mit den abgespaltenen, projizierten Anteilen identifiziert und so handelt, wie es der Erwartung entspricht (z. B. aggressiv), werden durch diese Externalisierung unangenehmer oder unerträglicher Selbstanteile der ursprünglich inneren Konflikte in der Außenwelt inszeniert, um das innerpsychische Gleichgewicht aufrechtzuerhaltenn. Es handelt sich dabei um einen für Borderline-Störungen typischen Abwehrmechanismus, der die Schwierigkeiten, sich der Psychodynamik der Betroffenen gegenüber abzugrenzen, besser verständlich macht.


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