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Eine Lernkurve ist jener Zusammenhang zwischen der Leistung eines Lernenden bei einer Aufgabe und der Anzahl der Versuche oder der Zeit, die er benötigt, um die gestellte Aufgabe zu bewältigen, wobei dies in einem Diagramm bzw. einer Kurve dargestellt werden kann. Eine Lernkurve stellt daher den Zusammenhang zwischen dem Erfolgsgrad des Lernens einer Aufgabe und der darauf verwendeten Zeit graphisch dar, wobei die Lernkurve über den Quotienten aus Lernertrag (Stoffmenge) und Lernaufwand (Zeit) berechnet wird.

Häufig werden zu Beginn einer neuen Aufgabe noch viele Fehler gemacht, doch während der späteren Lernphasen nehmen die Fehler ab, worauf meist ein Lernplateau folgt. Es ist allerdings auch möglich, dass sich das Ergebnis eines Lernprozesses nur zufällig auf der Lernkurve bewegt, so dass der Lernende nur „glaubt“ etwas gelernt zu haben.

Nach Ebbinghaus verläuft die Vergessenskurve reziprok zur Lernkurve. Als Lernkurve bezeichnet dieser die graphische Darstellung der Lernzuwächse einzelner Lerndurchgänge beim Verknüpfungslernen (z.B. Silbenlernen). Hermann Ebbinghaus publizierte im Jahr 1885 das Buch „Über das Gedächtnis.“ In dieser Pionierschrift der experimentellen Psychologie konnte er u.a. für das Gedächtnis folgendes Gesetz feststellen: „Die Quotienten aus Behaltenem und Vergessenem verhalten sich etwa umgekehrt wie die Logarithmen der verstrichenen Zeit.“

Literatur

Stangl, W. (2001, 20. Juli). Vergessenskurve. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.
https:// lexikon.stangl.eu/7129/vergessenskurve
Stangl, W. (2001, 20. Juli). Daten zu Geschichte, wichtigen Richtungen und Personen der Psychologie. [werner stangl]s arbeitsblätter.
https://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/WISSENSCHAFTPSYCHOLOGIE/PsychologiePersonen.shtml



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