affektive Störung

    Affektive Störungen – mood disorders –  sind psychische Störungen (z. B. Major Depression, bipolare Störung), die durch emotionale Extreme charakterisiert sind. Affektive Störungen manifestieren sich in Veränderungen von Stimmung, Affekt, Motivation und Antrieb sowie Denken und Wahrnehmung, wobei über diese Symptome hinaus häufig auch die gesamte Lebenssituation und -orientierung der Menschen betroffen ist. Affektstörungen sind vor allem durch eine meist klinisch bedeutsame Veränderung der Stimmungslage gekennzeichnet, wobei derAffekt  in Richtung Depression gedrückt oder in Richtung Manie gesteigert sein kann. Über die Symptome hinaus ist auch die gesamte Lebenssituation und -orientierung betroffen, wobei eine adäquate Diagnose und Behandlung  die Kenntnis der Wechselwirkungen biologischer, psychischer und soziokultureller Prozessen erfordert.

    Affekt wird in diesem Zusammenhang daher im Sinne von Grundstimmung gebraucht, wobei deren Veränderung akut, chronisch oder episodisch auftreten kann. In der Regel ist eine organische Ursache bei einer affektiven Störung nicht erkennbar, es handelt sich also um eine endogene bzw. idiopathische Störung. Daher sind reaktive Depressionen und hirnorganische Beeinträchtigungen des Affekts von der affektiven Störung abzugrenzen, ebenso reine Affektverflachungen, wie sie unter anderem bei der Schizophrenie oder bestimmten Formen der Demenz auftreten.


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