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externale Kontrollüberzeugung

Mit externaler Kontrollüberzeugung (external locus of control) bezeichnet man in der Psychologie die Wahrnehmung, dass das eigene Schicksal vom Zufall oder von äußeren Kräften bestimmt wird, die sich der eigenen Kontrolle entziehen. Der Gegensatz dazu ist die internale Kontrollüberzeugung.

Als Kontrollüberzeugung wird in der Psychologie nach dem lerntheoretischen Konzept der Kontrollüberzeugung von Julian B. Rotter (1966)(internal vs. external locus of control) ein Konstrukt bezeichnet, das sich auf das Ausmaß bezieht, mit dem ein Subjekt glaubt, dass das Eintreten eines Ereignisses abhängig vom eigenen Verhalten ist. Eine externale Kontrollüberzeugung liegt dann vor, wenn vom Subjekt zwischen einem eingetretenen Ereignis und dem eigenen Verhalten kein kausaler Zusammenhang hergestellt wird. Das Ereignis wird als von der eigenen Kontrolle unabhängig wahrgenommen. Eine internale Kontrollüberzeugung liegt dann vor, wenn das Subjekt ein eingetretenes Ereignis als unmittelbare Konsequenz des eigenen Verhaltens wahrnimmt. Das Individuum nimmt das Ereignis als durch sich selbst kontrolliert herbeigeführt wahr.

Siehe dazu auch Selbstwirksamkeit.

Literatur

Rotter, J. B. (1966). Generalized expectancies for internal versus external control of reinforcement. Psychological Monographs, 33, 300–303.



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