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Polyandrie


Die Polyandrie bzw. Vielmännerei ist eine Form der ehelichen Polygamie, bei der eine Frau mit mehr als einem Ehemann verheiratet ist, wobei das Pendant sich in der Polygynie findet. In polyandrischen Verbindungen ist im Gegensatz zur Polygynie die Reproduktionskapazität der Verbindung auf die Kapazität der Frau beschränkt und somit begrenzt. Offenbar besteht die soziale Funktion der Polyandrie darin, das in einer Gruppe vorhandene Potenzial an verfügbare Ressourcen anzupassen. Meist existieren polyandrische Familien neben polygynen und monogamen Ehe- und Familienformen, sodass die Polyandrie nur eine unter mehreren möglichen Ehe-Strategien darstellt. Dabei ist es schwierig, zwischen echter Polyandrie und der einfachen Ausweitung sexueller Dienste auf andere Männer als den Ehemann zu unterscheiden (Polykoitie).

Viele Anthropologen und Ethnologen wenden den Begriff auf Gesellschaften an, in denen die Vaterschaft der Kinder einer Frau mehreren Männern gleichzeitig zugeschrieben wird. In einigen Kulturen hängt die Entstehung polyandrischer Ehen mit dem Phänomen der Tötung weiblicher Säuglinge und der Abtreibung weiblicher Föten zusammen, durch das ein Männerüberschuss entstanden ist. Polyandrische Gesellschaften kommen heute noch in exponierten Sozietäten vor.

Siehe dazu Polyamorie.


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