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Legitimität


Legitimität bezeichnet die Anerkennungswürdigkeit beziehungsweise Rechtmäßigkeit von Personen, Institutionen, Vorschriften etc. Dabei wird in Anlehnung an Max Weber (1922) unter Legitimität jener Zustand verstanden werden, in dem Vorstellungen der Angemessenheit und Richtigkeit der bestehenden Ordnung vorherrschen. Weber unterscheidet drei reine Formen von Legitimitätsgründen und damit drei Idealtypen der legitimen Herrschaft:

  • Die legale Herrschaft wird kraft Satzung legitimiert, d.h., sie ist rational begründet.
  • Die traditionelle Herrschaft wird hingegen kraft Glaubens an die Heiligkeit der von jeher geltenden Ordnungen und Herrschaftsverhältnisse legitimiert.
  • Die charismatische Herrschaft legitimiert sich kraft affektueller Hingabe an eine Person, der besondere Fähigkeiten, Heldentum und geistige Macht zugeschrieben werden.

Nun ist zu fragen, in welchem Zusammenhang diese drei Legitimitätsgründe mit einer ideellen Legitimierung stehen, basierten doch die Legitimität kraft Satzung, Tradition oder Charisma auf einer Institutionalisierung, die wieder auf bestimmten Ideen gründet bzw. die durch diese Ideen gestützt wird. Dabei bedarf es unterschiedlicher Prozesse, damit eine bestimmte Ordnung oder Institution Legitimität erfährt, wobei solche sowohl diskursiven als auch alltagspraktischen Prozesse unter den Begriffen der Legitimation bzw. Legitimierung subsumiert werden.

In der Psychologie spielt Legitimität besonders in Bezug auf das Führungsverhalten eine wesentliche Rolle, während in der Pädagogik diese häufig in Bezug auf die Ausübung von Erziehungsmacht diskutiert wird. Jede Gemeinschaft wird durch Normen, die kulturellen oder religiösen Traditionen entstammen, geprägt, doch die Legitimität von Normen unterscheidet sich im Kulturvergleich, denn während bestimmte Normen in einer bestimmten Kulturen gelten, werden diese von anderen Kulturgemeinschaften nicht geteilt bzw. sogar abgelehnt, d. h. , es gibt also kulturspezifische moralische Normen.

Literatur

Weber, Max (1922). Die drei reinen Typen der legitimen Herrschaft. Eine soziologische Studie (S. 717-733). In Weber, Max (2002), Schriften 1894-1922. Herausgegeben von Dirk Kaesler. Stuttgart: Alfred Kröner Verlag.


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