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Verfügbarkeitsfehler


Der Verfügbarkeitsfehler (availability error) bezeichnet jenen Urteilsfehler, bei dem Menschen Ereignisse für wahrscheinlicher halten, je verfügbarer diese für ihr Gedächtnis sind. Die Verfügbarkeit einer Information im Gedächtnis wird dabei unbewusst als Ersatz für fehlende Information verwendet. Wenn also z. B. überall das neue Corona-Virus ein Thema ist, überschätzet man dadurch die Wahrscheinlichkeit, selbst von diesem Virus infiziert zu werden. Deshalb sollte man in diesem Fall die tatsächlichen Zahlen und Fakten etwa der Weltgesundheitsorganisation prüfen, um damit diesen Verfügbarkeitsfehler zu vermeiden.

Dieser Fehler basiert auf einer verkürzenden kognitive Operation, der Verfügbarkeitsheuristik. Diese gehört in der Kognitionspsychologie zu den Urteilsheuristiken, die praktische Faustregeln darstellen, um Sachverhalte auch dann beurteilen zu können, wenn man kein Zugang zu präzisen und vollständigen Informationen besitzt. Sie ersetzt damit z. B. die oft schwierige Frage nach der Häufigkeit eines Ereignisses oder dem Umfang einer Kategorie durch die einfachere Frage, wie leicht es fällt, sich an passende Beispiele zu erinnern. Zwei häufige Ursachen dafür, dass Beispiele leicht verfügbar sind und so zu einem systematischen Fehler führen, sind eigene Erlebnisse sowie Berichte in den Massenmedien.


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