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Angststarre


Als Angststarre oder auch Schockstarre bezeichnet man einen besonderen, durch Gefahren- oder Stresssituationen ausgelösten Zustand bei Menschen oder Tieren. Es gibt dabei zwei Arten von Reaktionen: einerseits das Einfrieren oder Freezing, etwa wenn etwas laut knallt und man automatisch stocksteif wird, was man bei Tieren gut beobachten kann, denn manche Tiere stellen sich tot, um nicht gesehen zu werden, wenn sie von einer Gefahr überrascht werden. In Angststarre zu verfallen ist auf jene Phasen in der Evolution zurückzuführen, als ein stilles Ausharren auch gleichzeitig eine Lebensversicherung war, denn durch diese Reaktion blieb man von einem möglichen Angreifer unbemerkt. Bei einer drohenden Gefahr still auszuharren ist bei vielen Spezies zu beobachten, wobei bei bedrohlichen Stimuli das Gehirn sofort einen Bewegungsstopp einleitet. Man findet die Angststarre auch in Verbindung mit Panikattacken, wobei Menschen in diesem Ausnahmezustand handlungsunfähig sind, lediglich beherrscht von einer für sie rational unfassbaren Angst.

Erstarren ist dabei eine Furchtreaktion, die beim Menschen weniger sichtbar ist. Im Kontext von Angst kommt es auch zur Verhaltensinhibition, d. h., dass alle Pläne und Ziele, die man gerade verfolgt hat, unterbrochen werden, damit man sich darauf konzentrieren kann, was jetzt wichtig sein könnte. Bei einer Angstreaktion laufen dabei ganz andere neuronale Vorgängen im Hintergrund ab als bei einer Furchtreaktion. In Gefahren- und Stresssituationen wird vom Nebennierenmark das Stresshormon Adrenalin ausgeschüttet, das den Herzschlag erhöht, womit die Muskulatur besser mit mehr Sauerstoff versorgt wird, um den Körper auf einen Kampf oder eine Flucht vorzubereiten. Dabei werden eine Reihe nicht benötigter Organe und auch Teile des Gehirns in ihrer Funktion heruntergefahren. Erfolgt aber keine Reaktion in Form von Kampf oder Flucht, so kann nach bis zu fünfzehn Sekunden eine Angststarre eintreten, bei der das bedrohte Lebewesen weder fliehen noch kämpfen kann. Es erstarrt sprichwörtlich vor Angst, wobei der Herzschlag sinkt, die Muskeln versteifen sich und die Kontrolle über die Körperfunktionen lässt signifikant nach.

Literatur

https://de.wikipedia.org/wiki/Angststarre (16-09-30)
https://www.derstandard.at/story/2000113979547/warum-haben-wir-angst-im-dunkeln (20-02-03)


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