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Rückreise-Effekt


Der Rückreise-Effekt – Return Trip Effect – beschreibt das psychologische Phänomen, dass für Menschen bei einer Reise die Rückfahrt meist kürzer erscheint als die Hinfahrt, auch wenn Entfernung und tatsächliche Zeit identisch sind. Van de Ven et al. (2011) und Ozawa et al. (2015) haben dieses Phänomen der Zeitwahrnehmung bzw. verzerrten Zeitwahrnehmung intensiv untersucht und gezeigt, das die bisherige Erklärung, dass Reisende durch die Hinreise mit der Route vertraut wären und diese Strecke deshalb bei der Rückreise besser abschätzen könnten, falsch ist, denn der Effekt hält auch bei einer neuen, aber gleich langen Rückreiseroute an. Mit Hilfe von Experimenten fand man heraus, dass die Erinnerungen daran schuld sind, dass ein Rückweg viel kürzer vorkommt als der Hinweg, denn auf dem Rückweg kann man sich nur schwer daran erinnern, wie lang der Hinweg wirklich war. Der Rückreise-Effekt entsteht also dadurch, dass man das Zeitempfinden aufgrund der Erinnerung beurteilt.

Literatur

Ozawa, R., Fujii, K. & Kouzaki, M. (2015). The Return Trip Is Felt Shorter Only Postdictively: A Psychophysiological Study of the Return Trip Effect. PLoS ONE, doi:10.1371/journal.pone.0133339.
van de Ven, N., van Rijswijk, L. & Roy, M. M. (2011). The return trip effect: Why the return trip often seems to take less time. Psychonomic Bulletin & Review, 18, 827-832.


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