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Troxler-Effekt


Der Troxler-Effekt ist ein von Ignaz Paul Vitalis Troxler beschriebenes Phänomen der visuellen Wahrnehmung, das infolge lokaler Adaptation von Netzhautarealen auftritt. So verändert sich allmählich die Umgebung, wenn man sich bei einem unscharfen Bild auf einen Punkt konzentriert. Die Adaptation des Auges ist ein physiologischer Vorgang der Anpassung der Retina an die Reizintensität, wobei sich Netzhautareale anhaltenden oder wiederkehrenden Reizen ähnlicher Intensität so anpassen, dass ihre Empfindlichkeit abnimmt. Ohne wesentliche Reizänderungen auf die gleichen Areale der Netzhaut projizierte Bilder rufen daher neuronale Erregungsmuster hervor, deren Signalstärke sich fortschreitend verringert, was nach einer Weile sogar zum Verlust der Wahrnehmbarkeit von visuell am gleichen Ort unverändert oder wiederholt präsentierten Objekten führen kann.

Der Troxler-Effekt hängt mit den Mikrosakkaden zusammen, also den permanenten, winzigen Bewegungen der Augen, selbst wenn diese etwas starr fokusieren. Diese ermöglichen erst, dass Menschen überhaupt dauerhaft sehen können, da durch sie das Licht auf der Netzhaut dauernd leicht verschoben wird, um die Sehzellen nicht zu überfordern. Die Netzhaut passt sich dabei an einen ständig gleichen Reiz an, d. h., bleibt das visuelles Umfeld unverändert, blenden die Sehzellen dieses langsam aus und man nimmt es nicht mehr wahr.

Der Troxler-Effekt spielt auch bei einer anderen Reihe optischer Täuschungen eine Rolle. Übrigens: Wegen des Troxler-Effekts sieht man etwa seine eigene Nase nicht, obwohl diese sich ständig im Blickfeld befindet.

Literatur

Troxler, I. P. V. (1804). Über das Verschwinden gegebener Gegenstände innerhalb unseres Gesichtskreises. Ophthalmologische Bibliothek, 2, 1-53.


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