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Rückenmark


Das Rückenmark (Medulla spinalis, Medulla dorsalis) ist jener Teil des zentralen Nervensystems der Wirbeltiere, der innerhalb des Wirbelkanals verläuft. Das Rückenmark bildet dabei eine Brücke zwischen Gehirn und Körper, wobei neben der Motorik und der Weiterleitung von Sinnesempfindungen dieser Teil des Zentralen Nervensystems auch Schmerzen erfasst und diese moduliert. Das Rückenmark ist letztlich für eine Schmerzregulation zuständig, die als Gating bezeichnet wird. Mechanismen steuern dabei schon auf Rückenmarksebene, ob der Schmerz überhaupt ins Gehirn weitergeleitet wird, wobei Rückenmark und Gehirn untereinander die Arbeit aufteilen: Das Rückenmark übernimmt eine Art Vorsortierung der Schmerzen und das Gehirn interpretiert dann die Schmerzsignale. Dennoch spielt auch das Rückenmark durch das Gating eine Rolle bei chronischen Schmerzen, was man sich bei der Therapie mit Rückenmarkstimulatoren zu Nutze macht, um die Schmerzweiterleitung zu unterdrücken und damit das Erleben der Schmerzen zu reduzieren. Auch Opiate setzen an dieser Stelle an.

Die Gate-Control-Theorie bzw. Kontrollschrankentheorie besagt, dass das Rückenmark über ein neurologisches Tor verfügt, das Schmerzsignale aufhält oder zum Gehirn durchlässt, wobei dieses Tor durch die Aktivität von Schmerzsignalen geöffnet wird, die über die feinen Nervenfasern nach oben steigen, und geschlossen durch die Aktivität in dickeren Fasern oder durch vom Gehirn kommende Signale.


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