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Wahrheitseffekt


Der Wahrheitseffekt (illusory truth effect oder frequency validity effect) beschreibt das Phänomen der kognitiven Psychologie, dass Aussagen, die zuvor bereits gehört oder gelesen wurden, ein größerer Wahrheitsgehalt zugesprochen wird als solchen, die zum ersten Mal gehört werden. Übrigens ist dieser Effekt weitgehend unabhängig von Merkmalen der Person, etwa der Intelligenz oder Persönlichkeit.

Dieser Wahrheitseffekt beruht auf Prozessen des impliziten Gedächtnisses, denn der eigentliche Gedächtnisinhalt kann zwar nicht bewusst erinnert werden, führt jedoch dazu, dass sein Wahrheitsgehalt höher eingeschätzt wird. Die reine Wiederholung von Aussagen erzeugt offenbar einen Schein von Wahrhaftigkeit um fast jede Aussage, sodass bereits der bloße Kontakt mit Informationen diese mit einem subjektiven Gefühl der Glaubwürdigkeit auflädt. Politiker, Verkäufer und Manipulatoren setzen seit jeher auf diese Macht der Wiederholung.

Von manchen Experten wird auch die Familiarität der Aussagen im Sinne entstehender Vertrautheit über mehrfachen Kontakt (Mere exposure-Effekt) als  Erklärung des Wahrheitseffekt hernagezogen.

Literatur

Hasher, L., Goldstein, D. & Toppino, T. (1977). Frequency and the conference of referential validity. Journal of Verbal Learning and Verbal Behavior, 16, 107–112.


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