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Taurin


Taurin – 2-Aminoethansulfonsäure – im menschlichen Organismus ist ein Abbauprodukt aus den Aminosäuren Methionin und Cystein, wobei bei erwachsenen Menschen Taurin in der Leber und im Gehirn unter der Beteiligung von Vitamin B6 gebildet wird. Besonders konzentriert kommt Taurin in den Muskelzellen, im Gehirn, im Herzen, im Blut und in den Augen vor. Täglich bildet der Körper bis zu 125 Milligramm Taurin, wobei bis zu 400 Milligramm über die Nahrung aufgenommen wird. Ein gesunder Mensch hat etwa ein Gramm Taurin pro Kilogramm Körpergewicht. Da Neugeborene noch kein Taurin produzieren können, wird es über die Muttermilch aufgenommen.

Taurin ist an der Fettverbrennung beteiligt, besitzt entzündungshemmende und antioxidative Funktionen, denn es schützt das Gewebe vor zellschädigenden freien Radikalen, wirkt beruhigend und krampflösend und reguliert den Herzschlag, möglicherweise hat es auch Einfluss auf Blutzucker und Cholesterinspiegel. Taurin kommt vor allem in Fleisch, Eiern, Milch, Fisch und Meeresfrüchten vor, aber wird heutzutage auch in Kapsel- oder Pulverform als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen bzw. ist häufig Bestandteil von Energydrinks. Durch Energydrinks soll die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit gesteigert werden und das in Energydrinks enthaltene Koffein verstärken. Allerdings wirkt eine hohe Dosis an Taurin auf den Organismus eher dämpfend, wobei eine Überdosierung zu Nervosität, Herzrasen und sogar Übelkeit führen kann. Die Kombination von Taurin und Alkohol ist problematisch, da dies zu Nierenversagen führen oder sogar einen Herzstillstand verursachen kann.

Ein Taurinmangel ist selten, kann jedoch durch eine langjährige vegane Ernährungsweise oder durch eine eingeschränkte Verfügbarkeit von Cystein, Methionin oder Vitamin B6 entstehen. Ein niedriger Taurinspiegel kann zu Störungen des Immunsystems führen. Taurin ist als organische Säure im Körper und in Lebensmitteln ist grundsätzlich nicht schädlich, doch bei einer übermäßigen Taurinaufnahme wird das überschüssige Taurin über die Nieren abgeführt, sodass Menschen mit Nierenproblemen auf eine zusätzliche Zufuhr von Taurin verzichten sollten.

Zum Begriff: Das Wort Taurin stammt zwar vom griechischen Wort Tauros (Stier), doch wird der Stoff keinesfalls aus Stierhoden gewonnen, wie oftmals behauptet wird, sondern das in Lebensmitteln enthaltende Taurin wird künstlich im Labor hergestellt.

Literatur

https://de.wikipedia.org/wiki/Taurin (14-03-12)
https://www.gesundheit.de/wissen/haetten-sie-es-gewusst/medizinische-begriffe/was-ist-taurin (14-03-12)


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