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Wut


Wut bezeichnet eine heftige Emotion bzw. dient als Erklärung für eine impulsive und aggressive Reaktion, die durch eine als unangenehm empfundene Situation ausgelöst wurde. Die Psychologie grenzt dabei die Wut von Zorn und Ärger ab, indem sie ihr ein höheres Erregungsniveau und stärkere Intensität zuweist. Von Zorn spricht man dann, wenn die Angelegenheit, die einen Menschen ärgert, nicht primär auf das Ich bezogen ist, sondern auf etwas Übergreifendes, d. h., der Zorn ist distanzierter als die Wut.

Wut gilt wie Zorn als ungehörige Emotion, denn schon im Kindesalter wird den Menschen beigebracht, diese nicht auszuleben. Das führt teilweise dazu, dass Menschen bestrebt sind, ihre Wut zu unterdrücken bzw. sind mit der Zeit gar nicht mehr in der Lage wahrzunehmen, dass sie wütend sind, indem sie diese Emotion umdeuten und etwa sagen, dass die jetzt traurig oder betroffen wären. Dadurch können sie ihren Ärger nicht positiv nutzen, denn der Ärger sagt ihnen, dass etwas oder jemand über eine Grenze geht, dass der Selbstwert und die Identität angegriffen wird. Die Emotion Wut hilft also letztlich, für die eigenen Bedürfnisse einzustehen, sie ist ein Signal sowohl nach innen als auch nach außen, denn das wütende Gesicht zeigt der Umwelt an, dass hier jemand zu weit gegangen ist.

Wenn Menschen nicht adäquat mit ihrer Wut umgehen können, zeigt das letztlich, dass bestimmte Lernerfahrungen ausgeblieben sind. In diesem Fall empfindet dieser Mensch zwar Wut, jedoch wird sie nicht ausagiert, indem es zu aggressivem Verhalten gegenüber anderen kommt, sondern wird eher passiv-aggressiv ausagiert, geht nicht in die Konfrontation, sondern zieht sich zurück. Ein solches passiv-aggressives Verhalten hat auf die Dauer gesehen einen krankheitswertigen Effekt. Daneben hat diese aufgestaute Wut den Effekt, dass oft minimale Auslöser genügen, um eine oft über Jahre angestaute Emotion in einem Ausmaß zu Tage zu fördern, dass alle Betroffenen dann entsetzt wind, weil der Anlass in einer nachvollziehbaren Relation zur Reaktion steht. Unterdrückte Wut kann daher zur Eskalation führen.

In der Psychologie der Trauer findet man nach Kast (1990) die Wut in der Phase der aufbrechenden Emotionen, wobei daneben auch Schmerz und Traurigkeit an die Oberfläche kommen.

Literatur

Kast, Verena (1990).Trauern. Phasen und Chancen des psychischen Prozesses. Stuttgart: Kreuz.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wut (12-09-17)


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