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Gewinner-Effekt


Der Gewinner-Effekt – auch Siegereffekt – beschreibt das psychologische Phänomen, dass sich bei einem Menschen ein Erfolgserlebnis positiv auf zukünftige Erfolge auswirkt und diese wahrscheinlicher macht. Der Gewinner-Effekt erhöht offenbar die Bereitschaft von Menschen, den Ausgang künftiger Ereignisse und die Chancen auf einen Erfolg in positiver Weise zu antizipieren, wobei Emotionen und Verhalten entsprechend angepasst werden. Folgt auf diesen Prozess ein positives Erlebnis, etwa ein gewonnenes Spiel, eine Zusage oder ein Gewinn, prägt sich ein, wie man zu diesem guten Gefühl kam und versucht in Zukunft verstärkt, dieses Gefühl wieder zu erreichen. Offenbar ist die Einstellung entscheidend, wobei Menschen, die ihre Kapazitäten als nicht ausbaufähige und als feststehende Merkmale betrachten, ein höheres Risiko haben, bei ihren Vorhaben zu scheitern. Wer seine Fähigkeiten aber als ausbaufähig betrachtet, geht zuversichtlicher an Aufgaben heran und wird dadurch letztlich eher Erfolge haben. Dabei fassen sie Rückschlägeeher als eine Rückmeldung, es beim nächsten Mal anders zu versuchen und nicht zu resignieren.

Nach Ergebnissen der Gehirnforschung kommt es dabei im anterioren cingulären Cortex zu einer Bewertung der Situation, wobei ein Anstieg des Testosterons im Gehirn für einen stärkeren Wettbewerbsdrang sorgt, das ausgeschüttete Dopamin Glücksgefühle auslöst und durch das Belohnungssystem dafür sorgt, dass diese Verhaltensweisen und Emotionen miteinander verbunden werden. Dieser Kreislauf bewirkt eine langfristige Veränderung im Gehirn.

Sowohl Menschen als auch Tiere sind durch diesen Siegereffekt im Wettkampf konzentrierter, selbstbewusster und meist auch aggressiver. Je mehr Erfolge bereits errungen wurden, desto stärker prägt sich dieser Effekt aus und lässt die Betroffenen immer schwierigere Herausforderungen annehmen. Besonders deutlich wird dieser Effekt in Einzelsportarten wie dem Tennis oder in Kampfsportarten.

Literatur

Robertson, Ian (2014). Macht: Wie Erfolge uns verändern. dtv.


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