Sundown-Syndrom

    Das Sundown-Syndrom – auch Sundowning Syndrom oder Sundowner-Syndrom – bezeichnet bei von Demenz Betroffenen eine zunehmende Unruhe ab dem späten Nachmittag bis in die Nacht hinein, die zu Aggressivität, Verwirrung, Angst und Orientierungslosigkeit führen kann. In einschlägigen Institutionen zeigt sich dieses Syndrom, dass Betroffene am späten Nachmittag und Abend erst richtig aktiv werden und viel Beschäftigung brauchen. Vor allem im Sommer erhöht die längere Zeit der Sonnenstrahlung die Symptome der Verwirrung und Unruhe.

    Man vermutet einen Zusammenhang zwischen dem Areal des Gehirns, der die zirkadiane Uhr steuert (suprachiasmatischer Kern), und jenem Areal, der die Aggression (ventromedialer Hypothalamus) kontrolliert. Zwar wurden diese Zusammenhänge bisher erst bei Mäusen nachgewiesen, aber das menschliche Gehirn besitzt in etwa die gleichen Zellgruppen.


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