Repräsentativität

Eine wissenschaftliche Untersuchung, ein Experiment oder eine Umfrage liefert nur dann verlässliche Ergebnisse, wenn a) die Grundgesamt zeitlich, räumlich und sachlich klar definiert ist und b) die teilnehmenden Personen zufällig rekrutiert wurden (Zufallsauswahl). Repräsentativität ist ein Begriff, der also nur im Zusammenhang mit Stichproben Sinn macht. Eine Stichprobe kann man nur dann ziehen, wenn man eine definierte Grundgesamtheit hat.Ohne Grundgesamtheit gibt es keine Stichprobe und ohne Stichprobe keine Repräsentativität. Repräsentativität ist eine Frage der Strukturgleichheit zwischen Stichprobe und Grundgesamtheit. Manchmal kann man die Grundgesamtheit durch die Erhebungsgrundgesamtheit abdecken, was aber eher selten der Fall ist. Wenn es möglich ist eine Erhebungsgrundgesamtheit bzw. Grundgesamtheit anzugeben, dann kann eine Stichprobe für die Grundgesamtheit repräsentativ sein.

Es ist daher auch falsch, davon zu reden, ob und in welchem Umfang eine Stichprobe repräsentativ ist, denn entweder ist sie es oder sie ist es nicht. Repräsentativität ist also nur eine Frage des Auswahlverfahren. Eine repräsentative Stichprobe ist die Grundlage für den Repräsentionsschluss, also den Schluss von den Ergebnissen zurück auf die Grundgesamtheit, sie ist aber nicht alleine entscheidend.

Quelle: https://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/FORSCHUNGSMETHODEN/Stichproben.shtml (10-11-02)



Falls Sie in diesem Beitrag nicht fündig geworden sind, können Sie mit der folgenden Suche weiter recherchieren:


Weitere Seiten zum Thema