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Intelligenztest

Jeder Intelligenztest misst das Verhalten von Menschen, also z. B. wie viele Testaufgaben sie in begrenzter Zeit richtig lösen können. Man kann nun die Testwerte mit dem Verhalten von Menschen in anderen Bereichen vergleichen, z. B. in der Schule, an der Universität, im Beruf usw. Wenn sich nun herausstellt, dass die Testergebnisse mit einer Reihe von Verhaltensweisen zu vergleichen sind, mit anderen aber nicht, dann fragt man sich, was wohl die Gemeinsamkeit dieser Verhaltensweisen ist, mit denen die Intelligenztestwerte korrelieren. Man könnte dann z. B. auf die Idee kommen, der Test messe die Geschwindigkeit, mit der Menschen Probleme lösen können. Dann sucht man weitere Verhaltensweisen, bei der Problemlösungsgeschwindigkeit eine Rolle spielt und sagt voraus, dass die Testwerte auch hier wieder mit dem Verhalten in diesem Bereich korrelieren. Falls dies der Fall ist, nimmt man an, dass die Problemlösungsgeschwindigkeit eine Dimension dessen ist, was dieser Intelligenztest misst. Dann kann man nach weiteren Gemeinsamkeiten suchen oder den Begriff des Problemlösens genauer beschreiben, es in Teilaspekte aufschlüsseln und mit dem Verfahren weiter arbeiten. Bei Intelligenztests kommt es weniger darauf an, sondern mehr darauf, was er vorhersagen kann, denn dies ist die eigentliche Bestimmung eines Tests. Wenn er etwa die Zuordnung von Menschen zu bestimmten Arbeitsaufgaben verbessert, was man mittels statistischer Verfahren überprüfen kann, dann hat er seinen Zweck erfüllt. Intelligenz ist daher nichts anderes als ein Name für die Gemeinsamkeiten von Verhaltensweisen, die man intuitiv mit den “geistigen Leistungen” in Verbindung bringt. Intelligenz ist also nicht einfach das, was der jeweilige Intelligenztest misst, sondern eine Dimension zur Beschreibung und Vorhersage des Verhaltens von Menschen. Dasselbe gilt auch für alle anderen psychologischen Testverfahren.

Alle Tests besitzen eine gewisse Unschärfe, die sich etwa daraus ergibt, welche psychische und physische Konstitution beim Getesteten vorliegt, also ist jemand etwa zum Zeitpunkt der Testung müde, gestresst, körperlich oder psychisch erkrankt, aber auch die Testumgebung ist von Bedeutung, also ob diese laut, dunkel ist, in einem großen oder kleinen Raum stattfindet, ob es dort warm oder kalt ist, aber auch wie sich die Harmonie zwischen Testendem und Getestetem darstellt und wie die Qualifikation des Testleiters ist, aus welchem Anlass der Test durchgeführt wird usw.

Abgesehen davon, dass man diese äußeren Bedingungen möglichst konstant und angenehm gestalten wird, wird man sich nie mit einer einzigen punktuellen Testung zufrieden geben, sondern diese nach einer gewissen Zeit wiederholen. Bei mehrdimensionalen Tests wird auch nie ein einziger Testwert angegeben, sondern immer ein Profil unterschiedlicher Fähigkeiten, wobei hinzukommt, dass auch da nie eine feste Zahl behauptet wird, sondern immer ein Vertrauensintervall, in dem mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit festgestellt wird, in welchem Bereich sich die gemessene Intelligenz tatsächlich befindet.

Literatur

https://www.stangl-taller.at/TESTEXPERIMENT/testintelligenzwasistdas.html (09-08-03)


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