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Transkription


Interviews und Gruppendiskussionen in der psychologischen Forschung werden in der Regel auf Band aufgezeichnet, doch bevor solche verbalen Daten weiter ausgewertet werden können, müssen sie zunächst von der auditiven in eine schriftliche Form gebracht werden, d.h., sie müssen transkribiert werden. Bei einer vollständigen Transkription wird die gesamte Aufnahme verschriftlicht, also z.B. das gesamte Interview, während bei einer selektiven Transkription nur Ausschnitte des erhobenen Materials in schriftliche Form gebracht wird. Eine selektive Transkription beinhaltet Relevanzentscheidungen und stellt damit eine Form der Interpretation des Materials dar. Solche Entscheidungen stellen schon eine Form der Auswertung dar, die mittels Verfahren wie der Inhaltsanalyse stärker systematisiert werden kann.

Als Transkription bezeichnet man auch das Kopieren der DNA durch die RNA, wobei der Bauplan für Proteine durch einen ausgefeilten Kopierprozess entsteht, indem zunächst die Basisinformationen der DNA dupliziert werden. Aus der Kopie, der RNA, werden anschließend einzelne Abschnitte (Introns) herausgeschnitten, so dass ein präziser Bauplan für die Produktion eines bestimmten Proteins entsteht (RNA-Spleißen). Da die Transkription die meiste Zeit benötigt, werden in einer Art  Zwischenablage RNA-Kopien vorproduziert, sodass Nervenzellen ihre Funktionen besonders schnell anpassen können.

Literatur

Mayring, P. (2000). Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Techniken. Weinheim: Deutscher Studien Verlag,.
Merten, K. (1983). Inhaltsanalyse. Einführung in Theorie, Methode und Praxis. Opladen: Westdeutscher Verlag.
Rust, H. (1983). Inhaltsanalyse. Die Praxis der indirekten Interaktionsforschung in Psychologie und Psychotherapie. München: Urban & Schwarzenberg.

 


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