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Garcia-Effekt

    Der Garcia-Effekt beschreibt den Einfluß der Kombination bestimmter Reizmodalitäten auf die Leichtigkeit der Herausbildung konditionierter Vermeidungsreaktionen. Als Garcia-Effekt bezeichnet man in der Psychologie also die der Äquipotentialitätshypothese entgegenstehende Beobachtung, dass bei der Konditionierung gewisse Reiz-Reaktions-Kombinationen leichter erlernbar sind als andere bzw. dass bestimmte Reiz-Reaktions-Kombinationen überhaupt nicht konditionierbar sind. Man schließt daher, dass das Lernverhalten von genetischen Faktoren mitbedingt wird (Preparedness), um bestimmte Reiz-Reaktions-Verbindungen auf Grund natürlicher Selektion artspezifisch leichter lernen zu können, um so eine schnelle Anpassung an die Umwelt zu fördern.

    Garcia hatte in einem Versuch Ratten mit Saccharin gefüttert und anschließend Röntgenstrahlen ausgesetzt. Dies führte zu starker Übelkeit bei den Tieren und konditionierte diese darauf, süßes Wasser zu meiden, wobei ein einmaliges Konditionieren ausreichte. Er folgerte, dass das Lernverhalten von biologisch verankerten Faktoren beeinflusst wird. Garcia stellte das Konzept der Belongingness vor, das gewissen Reizen und Reaktionen besondere Eigenschaften zuschreibt. Größere Beachtung und Zustimmung fand jedoch Martin Seligmans Theorie der Preparedness, nach der Organismen auf gewisse Reiz-Reaktions-Verbindungen evolutionsbiologisch, d. h. genetisch, vorbereitet sind.


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