Kontrollzwang

Menschen, die unter einem Kontrollzwang leiden, müssen immer wieder dieselben Dinge überprüfen und fühlen sich zu diesem Verhalten gezwungen, da sie glauben, dass dieses Verhalten zum eigenen Schutz, oder zur Sicherheit von anderen Personen beiträgt. Ein Kontrollzwang kann sich in Form von Gedanken oder Verhaltensweisen zeigen, wobei das Kontrollverhalten meist nach bestimmten Mustern abläuft oder stereotyp ausgeführt wird. So werden etwa Türschlösser, Elektrogeräte oder Gas-und Wasserhähne immer wieder überprüft, obwohl sie nicht eine Gefahrenquelle darstellen.

Es gibt verschiedene Abstufungen beim Kontrollzwang, wobei der Kontrollzwang krankheitswertig ist, bei dem die betroffene Person selbst darunter leidet und  ihr Verhalten und ihre Gedanken selbst als belastend empfindet.

Merkmale des Kontrollzwangs sind wiederkehrende Kontrollgedanken oder wiederholt auftretendes Kontrollverhalten, wobei die betroffenen Personen teilweise Einsicht darin besitzen, dass ihre Kontrollgedanken bzw. ihr kontrollierendes Verhalten unangemessen und übertrieben ist, sodass die Kontrollgedanken und das Kontrollverhalten eine erhebliche Beeinträchtigung im Lebensvollzug der betroffenen Personen darstellen und als belastend erlebt werden.

Ob ein Kontrollzwang vorliegt, wird in den meisten Fällen mittels des Leyton Obsessional Inventory – LOI – oder ähnlichen Fragebögen überprüft.





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