Selbstoptimierung

Die Selbstoptimierung – self-optimization – ist ursprünglich ein Prozess, der im Bereich des Nervensystems dessen Fähigkeit bezeichnet, durch Rückkopplung eine bestmögliche Funktion zu erzielen. Selbstoptimierung ist dabei eine grundlegende Eigenschaft des Nervensystems, die auf allen Ebenen nachzuweisen ist und als eine spezielle Form des Lernens aufgefasst werden kann, indem das Ergebnis eines ersten Versuchs einer bestimmten Handlung die Vorgehensweise im nächsten Versuch positiv beeinflussen kann.
Dieser Begriff der Selbstoptimierung, der auch in der Technik verwendet wird und dort vor allem in der Netzwerktechnologie (self-optimizing network) anzutreffen ist, wird in jüngster Zeit auch auf den Menschen übertragen. Damit wird der Versuch eines Individuums gekennzeichnet, das Maximum aus seinen Fähigkeiten herauszuholen um ein Optimum an Leistung zu erbringen. Dabei werden unter Selbstoptimierung auch auf Dauer schädigende und krankmachende Ansätze etwa durch Drogen verstanden, wobei diese auch durch Druck von Außen veranlasst sein können. Viele Menschen betreiben einen hohen Aufwand, um sich selbst möglichst gut darzu­stellen, etwa mithilfe von Training, Diät, teurer Kleidung, Kosmetik. Einem solchen Druck zur Selbstoptimierung setzten sich aus Sicht der Psychologie vor allem jene Menschen aus, denen es an Selbstwertgefühl mangelt. Das Problem dabei ist, dass das Gefühl des Selbstwerts sehr stark und exklusiv an die Bestätigung in einem Bereich geknüpft ist und mit der Zeit von diesen Feedbacks abhängt wird.

Siehe auch das Phänomen des Narzissmus.





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