Fatigue-Syndrom

Das Fatigue-Syndrom – Erschöpfungs-Syndrom  – ist gekennzeichnet durch ein Gefühl starker Müdigkeit oder körperlicher Schwäche nach nur geringer Anstrengung und ist häufig verbunden mit abnehmender Arbeitsleistung oder Effektivität bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben. Hinzu können wenig erholsamer Schlaf, Gelenk- oder Kopfschmerzen kommen sowie Lymphknotenschwellungen an Armen und im Nacken.

Fatigue ist ein Symptom, das verschiedene chronische Erkrankungen begleitet; es kann aber nach heutiger Auffassung auch eine selbstständige Krankheit darstellen.

Für eine Diagnose des Fatigue-Syndrom fand man in neueren Studien (Zeineh et al., 2014), dass das Gehirn von Betroffenen drei spezifische Veränderungen aufweist: Die Gesamtmenge der weißen Substanz im Gehirn der Erkrankten ist im Vergleich zu Gesunden verringert. Zweitens zeigt der Nervenstrang Fasciculus arcuatus, der den Stirnlappen mit dem Schläfenlappen verbindet, zumindest bei Rechtshändern Auffälligkeiten, wobei es eine Korrelation zwischen der Stärke der Veränderung und der Schwere der Erkrankung gab. Als dritte Auffälligkeit war die graue Hirnsubstanz an zwei Hirnstellen in der Nähe des rechten Fasciculus arcuatus verdickt.

Literatur
Michael M. Zeineh, James Kang, Scott W. Atlas, Mira M. Raman, Allan L. Reiss, Jane L. Norris, Ian Valencia & Jose G. Montoya (2014). Right Arcuate Fasciculus Abnormality in Chronic Fatigue Syndrome. Radiology, Ahead of Print, 10.1148/radiol.14141079.




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